Thüringer HC unterliegt zum Auftakt der Gruppenphase knapp

11.01.2026
Isabel Baumbach

Der Thüringer HC ist als Titelverteidiger mit einer knappen Auswärtsniederlage in die Gruppenphase der EHF European League gestartet. Beim ungarischen Vertreter Motherson Mosonmagyaróvári mussten sich die Thüringerinnen nach einer intensiven und ausgeglichenen Partie mit 36:34 (16:15) geschlagen geben. Beste Werferinnen der Partie waren Johanna Reichert mit 16 Treffern für den Thüringer HC sowie Laetitia Quist mit acht Toren für Mosonmagyaróvári.

Den besseren Start erwischte zunächst der THC: Jana Scheib erzielte den ersten Treffer der Begegnung. Dennoch fand das Team nur schwer in den Rhythmus und leistete sich in der Anfangsphase einige Unkonzentriertheiten, die Mosonmagyaróvári zur frühen 3:1-Führung nutzte (7.). Nach einem Foul an Csenge Kuczora verwandelte Johanna Reichert einen Siebenmeter zum 3:3-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem der THC offensiv überzeugte, sich aber defensiv schwer tat. Nach 15 Minuten stand es folgerichtig 7:7. Trotz eines durch Verletzungen dezimierten Kaders hielt der Thüringer HC gut dagegen. Zwei Treffer von Anna Szabo brachten in der 18. Minute die 9:8-Führung, ehe Natsuki Aizawa in der 21. Minute sogar auf 12:9 erhöhte. Mosonmagyaróvári reagierte mit einem Team-Timeout und fand anschließend besser ins Spiel. In der Schlussphase der ersten Halbzeit unterliefen dem THC sowohl im Angriff als auch in der Defensive einige Fehler, sodass die Gastgeberinnen mit einer knappen 16:15-Führung in die Pause gingen.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie eng. Johanna Reichert glich in Unterzahl zum 17:17 aus, doch es gelang den Gästen nicht, sich dauerhaft abzusetzen oder das Spiel zu drehen. Mosonmagyaróvári legte immer wieder vor, während der THC trotz guter spielerischer Ansätze zu häufig an der gegnerischen Defensive oder an der Torhüterin scheiterte. Beim Stand von 24:23 nach 40 Minuten war weiterhin alles offen. Mit einem 27:25 ging es in die Schlussviertelstunde. Nach einem Team-Timeout von Herbert Müller kämpfte sich der THC erneut heran, doch das Heimteam behauptete seinen knappen Vorsprung. In der 53. Minute sorgte Giulia Guarieiro mit ihrem Treffer für den erneuten Ausgleich, doch in der entscheidenden Phase behielt Mosonmagyaróvári die nötige Konsequenz. Der Thüringer HC lief bis zum Schlusspfiff einem knappen Rückstand hinterher und musste sich letztlich mit 36:34 geschlagen geben.

Statistik

Motherson Mosonmagyarovari: Barbara Elisabeth Arenhart, Csenge Gyöngyvér Csatlos, Melanie Halter, Laetitia Quist 8, Laura Falusi-Udvardi 4/2, Andrijana Tatar 3, Anna Kukely 6, Petra Peter, Pipy Wolfs 5, Dorottya Molnar 1, Anita Kazai, Fanny Tyiskov-Helembai, Zsófia Zsuzsanna Stranigg 5/1, Gabriella Toth 4

Thüringer HC: Christina Lövgren Hallberg, Laura Kuske, Lotta Heider 2, Julie Holm, Giulia Guarieiro 3, Luca Farago 3, Jana Scheib 2, Rikke Hoffbeck Petersen 1, Natsuki Aizawa 3, Anna Szabo 2, Johanna Reichert 16/6, Csenge Kuczora, Kelly De Abreu Rosa 2

Strafwürfe: 3/3 – 6/7
Zeitstrafen: 4 – 3
Zuschauer: 754

Schiedsrichter: Matan Lindenbaum (ISR), Dor Laron (ISR)
EHF Delegate: Lada Palatinus (CZR)

Bericht: Lena Leißring, Falk Freytag

Bilder: Heike Leißring