Thüringer HC unterliegt in Baia Mare

07.02.2026
Isabel Baumbach

Der Thüringer HC hat im zweiten Auswärtsspiel der Gruppenphase der EHF European League eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Beim rumänischen Vertreter CS Minaur Baia Mare unterlag das Team von Trainer Herbert Müller mit 28:24 (13:12). Damit revanchierten sich die Gastgeberinnen für die knappe 32:33-Niederlage im Hinspiel in der Salza-Halle. Beste Werferinnen der Partie waren Jessica Quintino Ribeiro mit acht Treffern sowie Johanna Reichert mit sieben Toren.

Die Partie begann auf beiden Seiten mit Schwierigkeiten im Angriffsspiel. Der THC überzeugte zunächst mit einer stabilen Abwehr, musste jedoch früh einen Siebenmeter hinnehmen. Nach zehn Minuten führten die Gastgeberinnen in der stimmungsvollen Halle knapp mit 4:3. Früh sah der Trainer der Gastgeberinnen die Gelbe Karte, was die ohnehin aufgeheizte Stimmung weiter anfachte. In der Folge wurde Baia Mares Angriffsspiel immer erfolgreicher, während sich beim THC Fehler im Rückzugsverhalten einschlichen. Die Partie blieb ausgeglichen, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Nach einer Viertelstunde hatten die Rumäninnen bereits ihren dritten Siebenmeter sicher verwandelt. Immer wieder ging Baia Mare in Führung, der THC war immer wieder gezwungen, auszugleichen. Johanna Reichert wurde sehr offensiv gedeckt, wodurch sich Räume auf der rechten Seite öffneten. Lotta Heider und Jana Scheib nutzten diese mit Treffern. Beim Stand von 8:8 nahm der Trainer von Minaur sein erstes Team-Timeout. Seine Mannschaft verteidigte die Führung bis zur Halbzeit, auch weil das provokante Abwehrspiel der Gastgeberinnen mehrere Stürmerfouls provozierte und der THC dadurch mehrfach den Ball im Angriff verlor. So ging es mit 13:12 in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Zeitstrafe gegen Abwehrchefin Anika Niederwieser nach einem Gesichtstreffer. Den fälligen Siebenmeter parierte Laura Kuske. Jana Scheib glich anschließend aus. Mit viel schauspielerischem Talent erreichten die Rumäninnen wenig später eine doppelte Zeitstrafe gegen den THC. In doppelter Unterzahl zog Minaur kurzzeitig zwei Tore davon. Natsuki Aizawa erzielte mit einem sehenswerten Heber den Anschlusstreffer zum 16:15. Erst in der 39. Minute erhielt der Thüringer HC seinen ersten Siebenmeter, den Johanna Reichert sicher verwandelte. Zwei Minuten später erzielte sie die erste Führung der Gäste in der zweiten Halbzeit. Doch erneut musste der THC nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Anika Niederwieser in Unterzahl agieren. Baia Mare provozierte, wo es nur ging. Auch Trainer Joao Alexandre Ferreira Florencio geriet mit dem Kampfgericht aneinander und sah dafür eine Zeitstrafe. In dieser Phase hatten die beiden Unparteiischen Schwerstarbeit, um die zahlreichen Provokationen und Unsportlichkeiten der Gastgeberinnen zu kontrollieren. Der THC versuchte, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Nathalie Hendrikse traf jedoch nur den Pfosten und nach 45 Minuten stand es 20:19. Natsuki Aizawa hielt mit einem gelungenen Eins-gegen-Eins den Anschluss. Wie im Hinspiel lag ein Herzschlagfinale in der Luft. Die Crunchtime versprach nochmals Spannung, doch der THC lief permanent einem Tor hinterher. Torhüterin Yuliya Dumanska hielt mit einer Doppelparade ihre Mannschaft auf Abstand und verhinderte mehrfach den Ausgleich. Am Ende gewann CS Minaur Baia Mare mit 28:24 und revanchierte sich damit für die knappe Niederlage in der Salza-Halle.

 

Statistik

CS Minaur Baia Mare: Clara Beatrice Preda, Yuliya Dumanska, Maria Andreea Ianasi, Emilia Galinska 2, Teodora Lavinia Damian 2, Jessica Quintino Ribeiro 8/4, María Gomes da Costa, Malina Maria Avadanei, Denisa Roxana Romaniuc 1, Andriyana Naumenko, Eliza Florentina Lacusteanu, Nikoletta Papp 3, Amelia Lundbäck, Dziyana Ilyina 6, Alba Chiara Spugnini Santome 6/2, Anca Georgiana Miticus

Thüringer HC: Christina Lövgren Hallberg, Laura Kuske, Nathalie Hendrikse 2, Lotta Heider 3, Julie Holm, Giulia Guarieiro, Anika Niederwieser, Luca Farago 1, Jana Scheib 4, Natsuki Aizawa 5, Anna Szabo 1, Johanna Reichert 7/2, Csenge Kuczora, Kelly De Abreu Rosa 1

Strafwürfe: 6/7 – 2/2
Zeitstrafen: 4 – 6
Zuschauer: 2200

Schiedsrichter: Filip Fahner (POL), Lukasz Kubis (POL)
EHF Delegate: Aco Nikolovski (MKD)

Bericht: Lena Leißring, Falk Freytag

Bild: Heike Gerhard-Leißring

Nächstes Spiel

Sonntag, 15.02.2026
European League, 14:00 Uhr
Thüringer HC – Motherson Mosonmagyarovari KC
Salza-Halle, Hannoversche Str. 1, 99947 Bad Langensalza