Super Cup gewonnen 🏆

24.08.2025
Isabel Baumbach

In Deutsch­lands mo­derns­ter Are­na, dem SAP Gar­den Mün­chen, vor 10.298 Zu­schau­ern, was neu­er Re­kord für Ligamannschaften der HBF-Tref­fen be­deu­tet, ge­wann zum Auf­takt der Sai­son 2025/26 der Thürin­ger HC zum vier­ten Mal in sei­ner Ver­eins­ge­schich­te den HBF Su­per­cup. Da­mit fügt die Mann­schaft ei­nen wei­te­ren Ti­tel der Er­folgs­bi­lanz im 25. Ju­biläums­jahr des Thürin­ger HC bei. Rik­ke Hof­beck Pe­ters­en, die 9 To­re warf, wur­de zur Spie­le­rin des Spiels gekürt. Lau­ra Kus­ke, die gu­te Pa­ra­den zeig­te, mach­te ihr 100. Pflicht­spiel für den Thürin­ger HC.

Das Spiel be­gann mit ei­nem Torfestival von Blom­berg-Lip­pe und es sah nach 20 Mi­nu­ten aus, als seien die Thüringerinnen schon früh auf der Ver­lie­rer­straße. Ü­ber 7:2, 9:3 und 13:4 zog Blom­berg un­auf­halt­sam davon. Beide Mannschaften waren von Beginn an hellwach und setzten Akzente im Abwehrspiel, wobei der Thüringer HC wiedermal im Abschluss ihrer Angriffe Konzentrationsschwächen aufwies. Blomberg agiert effektiver. Die Thüringerinnen setzten eine energische Abwehr dagegen, was eine Zeitstrafe zur Folge hat. Den darauffolgenden Strafwurf kann Thüringens Torhüterin parieren. Die HSG Blomberg nutzt die Unterzahl mit einem Empty Goal und lag bereits nach zehn Minuten mit fünf Toren vorn. Bei einem Stand von 7:2 musste Trainer Herbert Müller seine Damen zum Team Timeout beordern. Trotz der Ansprache des Trainers konnten die Thüringerinnen ihre Nervosität nicht unter Kontrolle bringen, so dass die Blombergerinnen bereits mit 9:3 nach 15 Minuten führten. Die Abschlusseffektivität der Thüringerinnen im Angriff war gekennzeichnet von vielen Fehlern und einer gut aufgelegten Nicole Roth im Tor der HSG. Bereits nach 20. Minuten musste Herbert Müller wiederholt ein Team Timeout nehmen. Spielstand war 13:4. Die Blombergerinnen waren gut auf die Angriffsreihe des Thüringer HC eingestellt und glänzten selbst mit präzisen Abschlüssen. In der Crunchtime kamen die Thüringerinnen besser in das Spiel, was auch mit den gehalten Strafwürfen durch Laura Kuske zu verbinden ist.  Mit 14:10 ging man in die Halbzeitpause. Zu diesem Zeitpunkt keimte nochmal Hoffnung auf bei den mitgereisten Fans für den Gewinn des Supercups durch ihr Team.

Der Thüringer HC begann in der zweiten Halbzeit mit einem Doppelschlag und kam auf zwei Tore zum 14:12 ran. So sehr sich die Thüringerinnen auch bemühten, die HSG Blomberg hielt einen Vorsprung von zwei Tore. Auch ein schön gespieltes Kempa- Tor von Csenge Kuczora mit Rikke Petersen konnte den Abstand nicht verkürzen. Erst in der 38. Minute gelang der Anschlusstreffer und der Ausgleich durch ein Strafwurf Tor für den Thüringer HC. Die Blombergerinnen erholten sich ein wenig wieder. In der vierzigsten Minute stand es 20:18. Die Thüringerinnen ließen sich diesmal aber nicht abschütteln und erzielten wiederholt den Ausgleichstreffer. Durch eine Torhüterparade kam der Thüringer HC in Ballbesitz und konnte in der 45. Minute erstmals in Führung gehen. Das Spiel schwappte zu diesem Zeitpunkt von einer Seite zur anderen. Die Umstellung der Aufstellung auf Sieben gegen Sechs und den Wechsel der jeweiligen Seite der Rückraumspielerinnen brachten den Erfolg. In der 47. Minute konnten die Thüringerinnen mit zwei Toren in Führung gehen. Der Trainer der HSG Blomberg, Steffen Birkner, nahm sein Team Timeout. Nach fünfzig Minuten stand es 24:26. Das Spiel blieb spannend, auch weil Blomberg immer wieder zum Anschlusstreffer kam. In der Crunchtime war nun alles offen. Beide Mannschaften kämpften verbissen. In der 55. Minute ging der Thüringer HC mit drei Toren in Führung. Spielstand 25:28. War jetzt eine Entscheidung getroffen? Blomberg blieb dran, aber die Thüringerinnen wollten den Titel. Laura Kuske hielt in der Schlussphase sensationell und der THC – Angriff sorgte für weitere Tore. Es war noch eine Minute zu spielen und die Thüringerinnen führten 28:31. Durch Unaufmerksamkeit und einem Stürmerfoul kam die HSG noch auf 30:31 heran. In den letzten Sekunden konnten die Thüringerinnen den Ball behaupten und mit einem 30:31 den Supercup zum vierten Mal mit nach Thüringen nehmen.

Statistik

HSG Blomberg-Lippe: Melanie Veith, Lara-Sophie Lepschi, Nicole Roth; Laura Rüffieux 2, Andrea Jacobsen 5, Diana Dögg Magnusdottir, Nieke Kühne 6/1, Maxi Mühlner 4, Ona Vegue i Pena 2/2, Carolin Jaron, Nuria Bucher, Judith Tietjen, Malin Sandberg, Alexia Hauf 3, Elin Rosa Magnusdottir 1, Farrelle Alicia Njinkeu 7

Thüringer HC: Christina Lövgren Hallberg, Laura Kuske; Sharon Nooitmeer 2, Nathalie Hendrikse, Lotta Heider 1, Julie Holm, Anika Niederwieser, Luca Farago, Jana Scheib 1, Rikke Hoffbeck Petersen 9, Natsuki Aizawa 2, Kim Ott, Anna Szabo, Johanna Reichert 9/3, Josefine Hanfland 2, Csenge Kuczora 5

Zuschauer: 10.298 (SAP Garden, München)

Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah / Suresh Thiyagarajah

Strafminuten: 12 / 6

 

Bericht: Falk Freytag

Bild: Marco Wolf