Siegesserie hält auch in Halle
Der Thüringer HC hat seine Siegesserie fortgesetzt und das zweite Mitteldeutsche Derby beim SV Union Halle-Neustadt deutlich für sich entschieden. An der Saale setzten sich die Thüringerinnen am Ende souverän mit 36:43 (15:24) durch und blieben damit weiter in Schlagdistanz zur Tabellenspitze der Handball-Bundesliga. Beste Werferinnen für ihre Mannschaften waren Cara Reuthal mit 13 Toren und Johanna Reichert mit 7 Treffern.
Die Favoritenrolle war vor Spielbeginn klar verteilt, doch der THC musste zunächst einige Unkonzentriertheiten überstehen. Positiv aus Sicht der Gäste: Topscorerin Johanna Reichert kehrte nach Verletzung in den Kader zurück, stand jedoch zunächst nicht in der Startformation. Die Thüringerinnen erwischten dennoch einen guten Start und erspielten sich durch Treffer von Natsuki Aizawa, Rikke Hoffbeck Petersen und Jana Scheib früh eine 4:7-Führung. Zudem präsentierte sich Torhüterin Christina Lövgren Hallberg in der Anfangsphase in starker Verfassung. Technische Fehler im Angriffsspiel ermöglichten es den Gastgeberinnen jedoch, den Rückstand zu egalisieren. Nach 15 Minuten stellte Halle auf 9:9, wobei insbesondere Cara Reuthal mit vier Toren in Folge Akzente setzte. Der THC erhöhte daraufhin das Tempo, variierte sein Angriffsspiel und nutzte konsequent die Außenpositionen sowie Eins-gegen-Eins-Situationen. In der 22. Minute erzielte Julia Scheib das 12:17 und stellte damit erstmals eine Fünf-Tore-Führung her. In der Crunchtime drehten die Thüringer nochmal voll auf. Die Hallenserinnen fanden in dieser Spielphase kein Mittel in der Defensive, um den Thüringer Angriff zu stoppen. Zur Halbzeit stand es 15:24.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst umkämpft. Zeitstrafen, Fouls und mehrere Siebenmeter prägten die Anfangsphase der zweiten Hälfte. Halle versuchte weiterhin, gegen die kompakte THC-Abwehr Lösungen zu finden, blieb dabei jedoch nur phasenweise erfolgreich. Die Gäste kontrollierten das Spielgeschehen, zeigten sich variabel im Angriff und nutzten ihre personelle Breite. Trainer Herbert Müller rotierte viel und gab allen Spielerinnen wertvolle Einsatzzeiten. Ohne an Souveränität einzubüßen, spielte der Thüringer HC die Partie kontrolliert zu Ende und feierte vor den zahlreich mitgereisten Fans einen ungefährdeten 36:43-Auswärtserfolg.