In Dortmund Selbstbewusstsein zeigen

27.10.2025
Isabel Baumbach

Schon am Mittwoch, den 29. Oktober, um 19:30 Uhr kommt es in der Halle Wellinghofen zum schweren Auswärtsspiel des Thüringer HC beim Meisterschaftsfavoriten und Champions League Teilnehmer Borussia 09 Dortmund. In Dortmund ist der THC Außenseiter, aber genau darin liegt die Chance. Die letzten beiden Jahre hat der THC in Dortmund immer gewonnen, zuletzt das Spiel um die Bronzemedaille in den Play Offs um die Deutsche Meisterschaft. Das sollte ein gutes Omen für diese Herkulesaufgabe sein.

Rückblick: Der Sieg gegen den VfL Oldenburg war überzeugend, alle Mannschaftsteile zeigten eine konzentrierte Leistung, in der Deckung wie im Angriff. Alle Spielerinnen bekamen Einsatzzeiten, zeigten sich kämpferisch und selbstbewusst. Den Schwung aus dem Spiel gilt es nun nach Dortmund mitzunehmen. Borussia Dortmund hat aber auch am Wochenende Selbstvertrauen getankt. Gegen Buducnost Podgorica wurde im Heimspiel der zweite Sieg in der Champions League eingefahren. Die beiden deutschen Nationalspielerinnen Alina Grijseels und Lisa Antl ergriffen die Initiative, sodass das durch Verletzungsausfälle geschwächte Team in Halbzeit zwei noch einen klaren Erfolg sicherte. Mit Sarah Wachter im Tor sorgt eine weitere deutsche Auswahlspielerin für Abwehrstärke. Das international stark besetzte Team des BVB konnte sich aus der Konkursmasse Ludwigsburg noch mit der Norwegerin Guro Nestaker verstärken. Drei Siege in Folge sorgen beim BVB für Zuversicht. In der Liga hat man erst vier Spiele absolviert, nur beim direkten Meisterschaftskonkurrenten HSG Bensheim/Auerbach wurde verloren. Mit 6 zu 2 Punkten hat man 3 Minuspunkte weniger als der THC. Eine weitere Niederlage würde den THC wieder zurückwerfen. Deshalb ist Vertrauen in die eigenen Stärken entscheidend, um auch in Dortmund zu bestehen.

 

Zum Spiel: Die Heimmannschaft ist klarer Favorit. Der BVB war in der zurückliegenden Saison nach der Hauptrunde Zweiter, hat aber in den Playoffs um die Meisterschaft das Finale verpasst und war dem Thüringer HC im Entscheidungsspiel um Platz drei unterlegen. Eigentlich ist Borussia mit einem breiten, international erfahrenen Kader in die Saison gestartet. Sie wollten in die Champions League und sie wollen Deutscher Meister werden. Nach der Pleite von Ludwigsburg ist der BVB nun erster Anwärter auf den Titel. Die HSG Blomberg-Lippe war in den letzten entscheidenden Spielen dem BVB noch überlegen. Dortmund muss sich an die Belastung und den Rhythmus der englischen Wochen auch erst gewöhnen. Irgendwie ringen sie ähnlich wie der THC noch um Konstanz. Es wird auch auf die Tagesform ankommen. Während sich die Reihen  bei den Thüringerinnen wieder etwas gefüllt haben, fehlten  bei  Dortmund zuletzt Torhüterin Melinda Szikora, Lois Abbingh und Alicia Lange. Wie der THC auch, steht der BVB im Viertelfinale des DHB-Pokals und hat gegen den VfL Oldenburg gute Karten für das Erreichen des Haushahn-Final4 in Stuttgart. Beide Rivalen “tanzen auf drei Hochzeiten”. Der Thüringer HC hat mit den beiden Siegen in Göppingen und gegen den VfL Oldenburg erstmals wieder das Steuer in die Hand genommen. Der Erfolg sollte beflügeln. Gegen Dortmund kann man sich nur auszeichnen, das sollte ein Ansporn sein.
Zum Kader: Wie gesagt, es waren bis auf Jana Scheib wieder alle an Bord. Co-Trainer Helfried Müller war schon 4 Tage nach seiner Hüft-OP mit seinem Operateur, Volker Dürer, dem langjährigen Chefarzt Orthopädie im Hufeland-Klinikum Bad Langensalza, in der Halle und hatte so auf der Tribüne viel Freude an seiner Mannschaft. Indes assistierte Lydia Jakubisova Herbert Müller auf der Trainerbank.

 

Bericht: HaJo Steinbach

Bild: Christian Heilwagen

 

Nächstes Spiel

Samstag, 15.11.2025
Alsco-Handball Bundesliga Frauen, 18:00 Uhr
Thüringer HC – TuS Metzingen
Salza-Halle, Hannoversche Str. 1, 99947 Bad Langensalza