Es zählt nur ein Sieg
Am Samstag, den 15. November, um 18:00 Uhr, spielt der Thüringer HC im letzten Spiel vor der Weltmeisterschafts-Pause in der Salza-Halle gegen TuS Metzingen. Ein wichtiges Spiel, um nicht noch mehr an Boden im Kampf, um mindestens Rang vier in der Tabelle zu verlieren.
Rückblick: Zurzeit ist der THC nur in der Mitte der Bundesligatabelle geparkt, sieben Minuspunkte sind zumindest drei zu viel, verloren gegen den Buxtehuder SV und im Heimspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm. Eine Serie von nur 20 Spieltagen bietet wenig Raum, um Verpasstes wieder zu reparieren. Diese Woche gibt es bereits den 8. Spieltag in der ALSCO-HBF, und nach der WM-Pause geht es am 27. Dezember, auswärts gegen die HSG Bensheim/Auerbach weiter. Eine Aufgabe, die schier unlösbar scheint. Mit einem Sieg am Samstag könnte der THC den vierten Tabellenrang noch vor der WM-Pause besetzen.
Mit dem Einzug ins Haushahn-FINAL4 in Stuttgart, im März 2026, hat der THC erst einmal ein Saisonziel erreicht. Die Pflichtaufgabe gegen den Liga-Zweiten VfL Waiblingen wurde erwartungsgemäß gelöst, unsere Youngster konnten sich zeigen und auszeichnen. Die talentierte 17-jährige Dilayla Alarslan warf ihre ersten zwei Pflichtspieltore.
Zum Spiel: “Diese Woche geht es nur um zwei Punkte, das ist alles was zählt”, sagt Herbert Müller, dessen “Lazarett” ihm gerade vor diesem Spiel große Sorge macht. Gleich drei Akteure aus der ersten Sieben: Johanna Reichert, Giulia Guarieiro und Nathalie Hendrikse fallen aus. Das belastet in der angespannten Situation doppelt. Metzingen ist nicht gerade ein Wunschgegner. Mal haben wir die Tussies hoch besiegt wie im Vorjahr auswärts mit 36:29 – ein anderes Mal nahmen sie Punkte aus der Salza-Halle mit, wie im Vorjahr beim 28:28-Remis oder sie versperrten uns den weiteren Weg im Pokal, wie 2023/24 im Viertelfinale. TuS Metzingen ist immer für eine Überraschung gut, und man liegt bei einem Spiel weniger nur einen Punkt hinter dem THC, also sozusagen gleichauf. Sie wollen zumindest einen Platz in der Tabelle, mit dem sie in der kommenden Saison international spielen können und sind einer der Konkurrenten um Platz vier, der zur Teilnahme an den Playoffs im Meisterschafts-Endkampf berechtigt. Es gibt somit am Samstag keinen Favoriten. Die Magie der Roten Wand muss dabei helfen, die wichtigen Punkte in Thüringen zu lassen. “Kommt alle in die Halle und pusht unsere Mannschaft” ruft Herbert Müller den Fans zu.
Ausgerechnet in der Saison nach dem sensationellen Gewinn der European League, in der Saison ohne den einstigen Überflieger und die mit dem Gewinn des Super-Cups so großartig begann, tut sich der THC schwer. Jetzt kommt es auf jeden Punkt an, das Spiel am Samstag ist vielleicht schon so etwas wie ein “Schicksalsspiel”. Jetzt gilt es, den Druck ins Positive zu wandeln, mit Selbstbewusstsein, konzentriert und diszipliniert die schwierige Heim-Aufgabe zu lösen.
Zum Kader: Wie bereits gesagt: Langzeitverletzt ist die HBF-Spielerin der Saison 2024/25, die beste Werferin der HBF und die THC-Schlüsselspielerin Johanna Reichert. Dazu fehlen aus der ersten Sieben nun auch Giulia Guarieiro, die gerade Impulse in den letzten Spielen gesetzt hat und Nathalie Hendrikse vermissen wir auch zusätzlich auf der rechten Seite. Da muss das Team noch enger zusammenrücken.
Bericht: HaJo Steinbach/ Roman Knabe
Bild: Christian Heilwagen