Erfolgreicher Saisonauftakt: THC bezwingt Buxtehude mit 34:27
Der Thüringer HC startet mit einem überzeugenden Heimsieg in die neue Saison der Alsco Bundesliga. Vor gut gefüllter Kulisse in der Salza-Halle setzte sich die Mannschaft von Herbert Müller am Ende mit 34:27 (15:10) gegen den Buxtehuder SV durch. Besonders im Fokus standen dabei drei THC-Neuzugänge, die erst im Sommer aus Buxtehude nach Thüringen gewechselt waren. Es war ein Saisonauftakt mit besonderer Note: Teresa von Prittwitz, Levke Kretschmann und Vize-Weltmeisterin Jolina Huhnstock trafen gleich am ersten Spieltag auf ihren ehemaligen Verein. Entsprechend groß war die Spannung vor dem Anpfiff.
Die Anfangsphase war von Nervosität geprägt. Beide Mannschaften leisteten sich zunächst einige technische Fehler. Das erste Tor der neuen Saison gehörte jedoch dem THC: Jana Scheib eröffnete in der 3. Minute den Torreigen. Anschließend übernahmen die Gastgeberinnen zunehmend die Kontrolle. Kelly Rosa und Jolina Huhnstock sorgten für weitere Treffer, während Torhüterin Laura Kuske mit wichtigen Paraden den Grundstein für die Führung legte. Unter anderem entschärfte sie einen Siebenmeter von Anika Hampel. Buxtehude blieb zunächst in Reichweite, profitierte dabei allerdings auch von einigen Fehlwürfen und Pfostentreffern des THC. Die Thüringerinnen ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Jana Scheib erhöhte in der 10. Minute auf 7:5, bevor Natsuki Aizawa vom Siebenmeterpunkt erfolgreich war. Für ein Highlight sorgte Teresa von Prittwitz in der 15. Minute. Von der linken Außenposition setzte sie einen sehenswerten Heber an und traf zum 10:6. Der THC hatte nun deutlich Oberwasser. Buxtehudes Trainer Jonas Schlender reagierte mit seinem ersten Team-Timeout. Besonders stark präsentierte sich die Thüringer Defensive. Der Innenblock mit Jolina Huhnstock und Marcela Arounian arbeitete konsequent und erschwerte dem BSV den Weg zum Tor. Dahinter erwischte Laura Kuske einen starken Tag. Mit einer Quote von 50 Prozent gehaltener Würfe in der ersten Halbzeit war sie ein entscheidender Faktor für die Fünf-Tore-Führung zur Pause. Nach einem Vier-Tore-Lauf des THC stand es zwischenzeitlich 13:7. Buxtehude konnte den Rückstand bis zur Halbzeit zwar etwas verkürzen, doch die Gastgeberinnen gingen mit einem komfortablen 15:10 in die Kabine.
Herbert Müller nutzte den Beginn der zweiten Hälfte, um kräftig durchzuwechseln und auf verschiedenen Positionen neue Impulse zu setzen. Sabrina Tröster bedankte sich prompt mit einem Zwei-Tore-Lauf. Nicht alles lief beim THC allerdings nach Wunsch. Vor allem vom Siebenmeterpunkt zeigten sich die Thüringerinnen zunächst ungewohnt unsicher. Bereits zum fünften Mal scheiterte eine THC-Spielerin an der Buxtehuder Torhüterin Nikki Van der Vorst. Im Tempospiel präsentierte sich der THC dagegen effektiv. Schnelle Gegenstöße brachten wichtige Treffer, während Maie Gomaa inzwischen das Tor übernommen hatte. Müller setzte seinen personellen Wechselkurs fort und gab damit zahlreichen Spielerinnen Einsatzzeit. Buxtehude erhöhte nach der Pause zwar den Druck und erzielte in den ersten zwölf Minuten der zweiten Halbzeit bereits genauso viele Treffer wie in der kompletten ersten Hälfte. Der THC behielt jedoch die Kontrolle und behauptete seinen Vorsprung. Nach 40 Minuten stand es 23:18. In der 42. Minute folgte schließlich die Erlösung vom Siebenmeterpunkt: Levke Kretschmann übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 25:20. Es war bereits ihr dritter Treffer per Strafwurf und damit möglicherweise die Antwort auf die lange Suche des THC nach einer zuverlässigen Siebenmeterschützin. Auch in der Schlussphase ließ sich der THC nicht mehr aus der Ruhe bringen. Die Mannschaft verwaltete ihren Vorsprung souverän, nutzte die Fehler des BSV konsequent und setzte sich Tor um Tor weiter ab. Die Fans in der Salza-Halle sorgten dabei für die passende Atmosphäre. Allen voran die „Rote Wand“ trieb die Mannschaft lautstark nach vorne und feierte jeden gelungenen Spielzug.
Am Ende stand ein deutlicher 34:27-Heimsieg auf der Anzeigetafel. Damit startet der Thüringer HC erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison und setzt gleich zum Auftakt ein Ausrufezeichen. Der THC überzeugt vor heimischem Publikum mit einer stabilen Defensive, starken Torhüterleistungen und einem variablen Angriffsspiel.
Statistik
Statistik:
Thüringer HC: Maie Gomaa, Laura Kuske, Luca Csikos 3/2, Lotta Heider 1, Levke Kretschmann 6/5, Sabrina Tröster 6, Jana Scheib 4, Teresa von Prittwitz 4, Natsuki Aizawa 3/3, Anna Szabo, Marcela Arounian, Dilayla Alarslan, Jolina Huhnstock 2, Kelly de Abreu Rosa 5/1
Buxtehuder SV: Nikki Van der Vorst 1, Oliwia Kaminska, Sophie Fassold, Maj Nielsen 3/1, Aida Mittag 6, Lilli Frey 3, Anika Hampel 3/1, Enna Lene Oberländer 1, Johanna Andresen 3, Nele Franz 2, Christin Kaufmann 2, Fleur Schouten, Isa Ternede 1, Carina Senel 2, Lin Elisabeth Lück, Lucy Strauchmann
Siebenmeter: 6/11 – 1/2
Zeitstrafen: 2 – 4
Zuschauer: 1356
Schiedsrichter: Leonard Bona, Malte Frank
Bericht: Falk Freytag, Lena Leissring
Fotos: Heike Gerhardt-Leissring