Ein Heimsieg muss her

03.10.2025
Isabel Baumbach

Am Samstag, den 4. Oktober, um 18:00 Uhr, trifft der Thüringer HC in der Salza-Halle auf die Sport-Union Neckarsulm. Auf dem Papier ist der THC Favorit, aber es gibt in dieser Saison keine Underdogs. Zunächst zählt aber nur ein Sieg, um nicht vollends den Kontakt zur Spitze an der Tabelle zu verlieren.

Rückblick: Sensationell mit dem Gewinn des Supercups in die Saison gestartet, hat die Mannschaft danach drei Punkte verloren – kein Fehlstart an sich, bei Blomberg-Lippe lassen andere auch noch Punkte liegen, aber das Remis in Buxtehude war schon ein Punktverlust. Wenn die Saison auch noch am Anfang steht, mit Bensheim/Auerbach und der HSG Blomberg-Lippe stehen zwei Mannschaften verlustpunktfrei an der Tabellenspitze, die Ambitionen auf die Meisterschaft anmelden. Auch das kürzliche Pokalspiel hat gezeigt, dass in dieser Liga und in dieser Saison alles möglich ist. Erst in Halbzeit zwei konnte der THC seinen Matchplan letztlich durchsetzen und das unbequeme Gästeteam besiegen. Souverän sieht anders aus. Es ist schon bitter, dass mit dem Ausfall von Fine Hanfland und zusätzlich Sharon Nooitmeer der bewährte Abwehrblock fehlt, und dann die Verletzung von Jana Scheib, die eigentlich die Überraschung aus dem rechten Rückraum bringen soll. Eine Woche lang kamen noch Krankheiten dazu, so dass Herbert Müller nicht einmal sechs gegen sechs trainieren konnte. Die Ausfälle haben nicht nur Auswirkungen auf die tägliche Arbeit, sie erhöhen bei dem gesunden Rest im Team auch die Belastungen. Es wird immer mehr auf Leidenschaft – Rote Wand – kluge Taktik – Disziplin und Tagesform ankommen, um zunächst, wenigstens bis zum BVB-Spiel, eine neue Siegesserie zu starten. Drei Siege in Folge muss das Ziel sein.

 

Zum Spiel: Mit der Sport-Union Neckarsulm kommt der Tabellendritte in die Salza-Halle, und sie kommen mit drei Siegen am Stück, Pokalsieg gegen den SV Union-Halle-Neustadt, souveräner Kantersieg gegen den Buxtehuder SV und Heimsieg gegen Frisch Auf Göppingen. In dieser Saison haben sie nur gegen Bensheim/Auerbach verloren und die Südhessinnen haben am Mittwoch den Champions League Klub Borussia 09 Dortmund demontiert. Neckarsulm hat einen starken Kader, mit der National-Linksaußen von Pleite-Ludwigsburg, Antje Döll, haben sie sich noch kurz vor Saisonbeginn verstärkt. Aber klangvolle Namen sind Lena Ivancok im Tor, Munia Smits, die Zweite-Liga-Beste 2024/25 Paulina Uscinowicz, Kamila Kordovska im Rückraum.  Merle Albers am Kreis bringt internationale Erfahrung aus Frankreich mit.
Gegenüber der Vorsaison ist Neckarsulm stabiler aufgestellt, und wir erinnern uns: Das Heimspiel haben wir in der Vorsaison gegen die Sport-Union gerade so gewonnen,und auswärts hat der THC verloren, damit dort die Punkte verloren, die uns am Ende weh getan haben.
Mit dem Erreichen des Viertelfinals im Pokal und dem gegenwärtigen Rang drei in der Tabelle hat Neckarsulm schon mal positive Leuchtzeichen gesetzt. Das wird auch am Samstag ein ernstzunehmender Gegner. Die Fans dürfen sich auf ein spannendes Spiel freuen und sollten zahlreich in die Halle kommen, um das Heimteam zu unterstützen.

Zum Kader: Statt Besserung, hat der Verletzung Teufel wieder böse zugeschlagen. Eigentlich war Jana Scheib schon wieder im Training. Aber dort hat sie sich bei einem Sprungwurf schlimm an Knie und Knöchel verletzt, so dass sie nun für Monate ausfallen wird. Wir werden also weiterhin ohne vier (Sharon Nooitmeer, Josefine Huber, Lotta Heider, Jana Scheib) auskommen müssen.

 

Bericht: HaJo Steinbach

Bild: Christian Heilwagen

Nächstes Spiel

Samstag, 04.10.2025
Alsco-Handball Bundesliga Frauen, 18:00 Uhr
Thüringer HC – Sport-Union Neckarsulm
Salza-Halle, Hannoversche Str. 1, 99947 Bad Langensalza