Beim Spitzenreiter Stärke demonstrieren
Schon am 3. Spieltag der neuen Saison kommt es am Samstag, den 13. September, um 17:00 in der Sporthalle an der Ulmenallee in der ALSCO HBF zum Spitzenspiel zwischen dem Spitzenreiter HSG Blomberg-Lippe als Gastgeber und dem Thüringer HC. Die Paarung sorgte kürzlich beim Supercup in München für deutschlandweite Schlagzeilen. Die denkbar knappe Niederlage von Blomberg fordert nun geradezu eine Revanche heraus. Auf die THC-Frauen wartet eine Herkulesaufgabe.
Rückblick: Ob der Start in die Saison ein gelungener wird, entscheidet sich nach dem Unentschieden in Buxtehude am Samstag in der Nelkenstadt. Herbert Müller mahnte mit deutlichen Worten: ”dass solche Spiele mit desaströsem Beginn, mit Rückständen von sechs bis sieben, gar neun Toren, nicht zur Gewohnheit werden dürfen.” Das kann nicht immer gut gehen. In Buxtehude ist der THC noch einmal mit nur einem blauen Auge davon gekommen. Dem Spielverlauf nach war das 29:29 Unentschieden ein Punktgewinn, aber im Kampf um die Meisterschaft, ist ein Punkt beim letztjährigen Liga-Zehnten Buxtehuder SV zu wenig. Unser Anspruch ist ein anderer. Das weiß auch die Mannschaft, die im Spiel sage und schreibe zehn Zeitstrafen kassierte und drei Spielerinnen durch “Rote Karten” verlor. Dabei hat der THC nicht ruppig oder gar unfair agiert, im Gegenteil war die THC-Abwehr ziemlich löchrig. Die Schiedsrichter haben sich eben so entschieden. Damit muss man leben. Der Buxtehuder SV hat sein erstes Spiel in der “Neuen Halle Nord” vor 1500 Zuschauern zu einem ganz besonderen, emotional begeisternden Auftritt gemacht. Die Spielerinnen waren heiß und haben ihren Willen zielorientiert umgesetzt. Am Ende hat es aber auch für “Buxte” nicht ganz gereicht.
Zum Spiel: Das wird nun ein ganz heißer Tanz, man möchte meinen, Buxtehude ist da im Vergleich nur ein Vorspiel gewesen. In Blomberg erwartet den THC ein auf Rache, auf Revanche getrimmtes Team. Endlich mal den Bock umstoßen, Platz eins verteidigen, den THC erst einmal in die Tabellenmitte verbannen. So das Ziel der Gastgeberinnen. Der THC muss Stärke beweisen, muss dagegenhalten, darf sich nicht von der Atmosphäre anstecken lassen. Wenn sie dran bleiben, wenn sie sich nicht abhängen lassen, wie zuletzt, können sie auch das Spitzenspiel für sich entscheiden. Herbert Müller hat mit seinem Team akribisch die Fehler und das teilweise Versagen im Spielverlauf aufgearbeitet. Es wurde die Woche über hart trainiert und auch ein Matchplan für Blomberg besprochen: Die restlichen zwei Trainingseinheiten werden genutzt, um das Ganze zu verinnerlichen.
Die HSG Blomberg-Lippe hatte schon in der Vorsaison einen stabilen Kader, ausgeglichen in der Besetzung, herausragend mit internationaler Klasse besetzt. So mit Nike Kühne im Rückraum links, der wurfgewaltigen DHB-Nationalspielerin. Melanie Veith im Tor, auch Neuzugang Nicole Roth vom Pleite-Meister HB Ludwigsburg gehören in diese Kategorie. Auf Linksaußen, besonders sind Ona Vegue und Alexia Hauf, die DHB -Nationalspielerin. Den Abgang von Laetitia Quist im rechten Rückraum haben sie durch die Neuverpflichtung von Malin Sandberg von Besancon (FRA) kompensiert. Am Kreis, seit Jahren zuverlässig, Laura Rüffieux, die “Dienstälteste” im Kader. Die sechs Neuzugänge wurden gut integriert, der Kader dadurch noch stärker und breiter als in der Vorsaison, wo man Vizemeister werden konnte, Pokalfinalist war und im Final4 der EHF European League vertreten war – Wow! Die bisher erfolgreichste Saison der HSG. Nun soll endlich auch mal ein Titel her. Die Zeit ist reif, die HSG hat ein Top-Team. Blomberg ist klarer Meisterschaftsanwärter. Will der THC nicht schon gleich an Boden verlieren, obwohl der “Play-Off-Modus” so manchen Punktverlust verzeiht, muss die Mannschaft in Blomberg-Lippe punkten.
Zum Kader: Die Sorgenfalten werden schon zu Beginn der Saison länger. Nun hat es zusätzlich zu unseren Verletzten Lotta Heider und Josefine Hanfland auch noch Jana Scheib mit einem Muskelfaserriss getroffen. Fine ist fleißig in der Reha, arbeitet zielstrebig an ihrem Comeback.
Bericht: HaJo Steinbach
Bild: Christian Heilwagen