Auf ins HAUSHAHN-Final4 nach Stuttgart
Die Teilnahme am HAUSHAHN-FINAL4 um den DHB-POKAL, am 14. und 15. März 2026 in Stuttgart, ist eines der Saisonziele des Thüringer HC. Noch ist der THC ein Spiel davon entfernt. Am Samstag, den 8. November, um 18:00 trifft der Thüringer HC auswärts auf die Zweitligamannschaft des VfL Waiblingen.
Rückblick: Der Thüringer HC war im DHB-Pokal längst nicht so oft erfolgreich wie in der Meisterschaft. Pokalsieger war der THC 2011 und 2013 jeweils als Double-Sieger mit der Deutschen Meisterschaft und letztmals 2019 gegen den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim. Zuletzt scheiterte die Mannschaft in der Saison 2023/24 im Halbfinale mit einer 21:25-Niederlage gegen die Übermannschaft SG BBM Bietigheim, und auch das Spiel um Platz drei ging mit 30:34 gegen den VfL Oldenburg verloren. Der besondere Charakter von Pokalspielen als k.o.- Spiele, muss nicht extra betont werden, es gibt immer einen Sieger und Verlierer. Es fällt also eine endgültige Entscheidung. Der Weg ins Achtelfinale war in dieser Saison recht kurz. In Runde zwei hatten die vier Erstplatzierten der Liga ein Freilos, im Achtelfinale siegte der THC im Heimspiel 34:27 gegen den Buxtehuder SV. Der VfL Waiblingen kam nach einem Sieg in Runde zwei gegen Bayer 04 Leverkusen durch ein Freilos ins Viertelfinale. Weil drei weitere Bundesligisten am Samstag in der Qualifikationsrunde drei zur Gruppenphase der EHF European League spielen, wurden bereits am Mittwoch drei Viertelfinalspiele im DHB-Pokal ausgetragen. Die Favoriten, HSG Blomberg-Lippe, HSG Bensheim/Auerbach und Borussia 09 Dortmund, in dieser Reihenfolge auch Spitzenklubs der Tabelle in der ALSCO-HBF, haben sich erwartungsgemäß für das Halbfinale in Dortmund qualifiziert. Bei der Auslosung des Viertelfinales ging das Heimrecht des THC wettbewerbsgemäß an den Zweitligisten. Der Thüringer HC, der nicht programmgemäß in die Saison gestartet ist und der nach 7 Spieltagen nur auf Rang sechs der Liga-Tabelle platziert ist, kann mit einem Favoritensieg gegen den Tabellen-Siebten der 2. Bundesliga wieder Fuß fassen. Der THC ist Favorit und muss diese Rolle auch annehmen.
Zum Spiel: Der VfL Waiblingen ist ein Zweitligist, der auch schon in der 1. Bundesliga aktiv war, zuletzt in der Saison 2022/23. In der Saison 2021/22 trafen beide Teams schon einmal im DHB-Pokal Viertelfinale aufeinander. Der THC tat sich gegen den Außenseiter sehr schwer und gewann am Ende glücklich mit 27:26. “Es gibt im Pokal keine leichten Gegner”, so heißt es immer, aber im Handball liegen wohl doch zwischen den Sieger in der EHF European League und dem Tabellen Zehnten der 2. Liga in der Saison 2024/25 einfach zu viele qualitative Unterschiede. Ohne den Gegner zu unterschätzen, das tut Herbert Müller nie, wie er immer betont, die Rollen sind in diesem Viertelfinale klar verteilt. Die “Tigers”, wie sich Waiblingen noch nennt, haben ein paar spielstarke Mädels im Kader. Da ist im Rückraum links die bei Sachsen Zwickau gespielte Ungarin Laura Nagy sehr auffällig, als Spielmacherin gehört Belen Gettwart zu den drei erfolgreichsten Werferinnen der gesamten 2. Liga, Samira Brand und Lara Eckhardt die beide schon bei den Kurpfalz Bären aktiv waren, verfügen über die größten Spielerfahrungen in einer durchweg sehr jungen Mannschaft, in der fünf Spielerinnen jünger als 20 Jahre alt sind.
Zum Kader: Der verletzungsbedingte Ausfall von Johanna Reichert hat das THC-Mannschaftsgefüge bis ins Mark getroffen. Sie wird noch weit bis ins neue Jahr hinein fehlen. Jetzt muss sich die Mannschaft neu aufstellen, da tut es gut, dass Jana Scheib nach langer Pause wohl zurückkehrt. Im Rückraum Links liegt nun mehr Verantwortung auf Csenge Kuczora und Kim Ott wird mehr Einsatzzeiten haben. Mal schauen, wie Herbert Müller sein Team nun neu formiert.
Bericht: HaJo Steinbach
Bild: Christian Heilwagen