Thüringer HC legt Grundstein fürs Rückspiel
Der Thüringer HC hat im Viertelfinal-Hinspiel der EHF European League einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren und sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel gesichert. Beim dänischen Vertreter aus Nykøbing setzten sich die Thüringerinnen mit 31:27 (13:14) durch und haben nun beste Chancen auf den Einzug ins Final Four.
Die Partie begann zunächst holprig aus Sicht des THC. Erst nach vier Minuten gelang der erste Treffer und auch in der Folge prägten technische Fehler, ungenaue Abschlüsse und Ballverluste das Spiel der Gäste. Nykøbing nutzte diese Phase konsequent und setzte sich zwischenzeitlich auf 4:2 (9. Minute) sowie 7:5 (15. Minute) ab. Doch der Thüringer HC steigerte sich zunehmend. Mit einem konzentrierten 4:0-Lauf drehte das Team von Trainer Herbert Müller die Partie und ging in der 19. Minute erstmals mit 8:7 in Führung. Die Gastgeberinnen reagierten mit einer offensiven Ausrichtung im Angriff und konnten sich bis zur Halbzeit wieder leicht absetzen. Dank zweier Treffer von Luca Farago blieb der THC jedoch in Schlagdistanz und ging mit einem knappen 13:14-Rückstand in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. In der 35. Minute sorgte Jana Scheib für den 16:16 Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein intensives Duell auf Augenhöhe, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Im weiteren Verlauf übernahm der Thüringer HC zunehmend die Kontrolle. Vor allem über die rechte Angriffsseite setzte das Team immer wieder Akzente, allen voran Jana Scheib, die nur schwer zu stoppen war. Johanna Reichert zeigte sich zudem nervenstark von der Siebenmeterlinie und verwandelte ihre Chancen sicher. Ein entscheidender Zwischenspurt gelang den Thüringerinnen Mitte der zweiten Halbzeit, als sie sich mit drei Treffern in Folge auf 20:18 absetzten. Trotz starker Paraden der dänischen Torhüterin Anne Christine Bossen behauptete der THC seinen Vorsprung und baute diesen bis zur Schlussphase weiter aus. In der Crunchtime bewies das Team Nervenstärke und Disziplin. Auch taktische Varianten der Gastgeberinnen, unter anderem mit einer offensiven Überzahlsituation, brachten den Thüringer HC nicht mehr aus dem Konzept. Spielmacherin Natzuki Aizawa übernahm in den entscheidenden Momenten die Verantwortung, während Johanna Reichert mit insgesamt zwölf Treffern zur überragenden Spielerin avancierte.
Am Ende stand ein verdienter 31:27 Erfolg, der dem Thüringer HC eine komfortable Ausgangslage für das Rückspiel in Bad Langensalza verschaffte. Mit einer ähnlich konzentrierten Leistung vor heimischem Publikum ist der Einzug ins Final Four nun zum Greifen nah.
Statistik
Statistik:
Nykobing Falster Handbold: Anne Christine Bossen, Cecilie Greve; Caroline Aar Jakobsen 1, Clara Ronde Haugaard Bang 7, Thea Kærholm Olsen, Cecilie Sofie Bjerre 2, Stine Eiberg Jørgensen, Mia Solberg Svele 5, Sofie Lundsgaard Jørgensen, Laura Elise Fendt Weirum Andersen, Maja Magnussen 2, Nanna Hinnerfeldt Andersen 3, Clara Lerby 4/3, Kristina Kristiansen 3
Thüringer HC: Christina Lövgren Hallberg, Laura Kuske; Nathalie Hendrikse 2, Julie Holm, Giulia Guarieiro, Anika Niederwieser, Luca Farago 2, Jana Scheib 7, Rikke Hoffbeck Petersen, Natsuki Aizawa 4, Anna Szabo, Lydia Jakubisova, Johanna Reichert 12/7, Josefine Hanfland 2, Csenge Kuczora 2, Kelly De Abreu Rosa
Strafwürfe: 3/4 – 7/7
Zeitstrafen: 4 – 3
Zuschauer: 1794
Schiedsrichter: Metodija Ilievski (MKD), Mihajlo Ilievski (MKD)
EHF-Delegierte: Margrid Weihe (FAR)
Bericht: Falk Freytag & Lena Leißring
Fotos: Heike Gerhardt-Leißring