DHB-Pokal

Kantersieg im DHB-Pokal

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Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

In der zweiten Runde im DHB-Pokal gewann der Thüringer HC auswärts gegen den Drittligisten TV Aldekerk 07 mit 50:22 (25:10). Schon zur Halbzeit lagen die Gäste mit 15 Toren in Führung und das Spiel war entschieden. Mit einer sehenswerten Torhüterleistung und aus einer stabilen Abwehr heraus bestimmte der THC über die gesamte Spielzeit das Spielgeschehen. Beste Werferinnen für Aldekerk war Svenja Rottwinkel mit acht Toren. Zehn Treffer erzielten für den THC Johanna Stockschläder und Johanna Reichert. Acht Treffer steuerte Nikoline Lundgreen zum Erfolg bei.

Nach der schnellen Führung der Gastgeberinnen glich Johanna Reichert aus. Auf ihr Konto ging auch Tor Nummer drei. Die Gäste wurden von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht, nach sieben Minuten führte der THC mit 3:6. Zwei Zeitstrafen zwangen Herbert Müller die siebte Feldspielerin ins Spiel zu bringen. Der Thüringer HC baute die Führung auf drei Tore aus, Nikoline Skals Lundgreen netzte zum 6:9 ein. Aldekerk blieb zunächst dran. In der 11. Minute nahm der Bundesligist seine erste Auszeit. Zehn Tore lag der THC nach knapp 21 Minuten vorn, Annika Lott traf zum 8:18. Das Team aus Kerken erlaubte sich zu viele technische Fehler. Dazu kam mehrfach das Pech, der Ball traf nur die Querlatte. Gegen die Abwehr der Gäste tat sich der TV Aldekerk schwer, zu oft blieb der Ball im Abwehrblock hängen. Das Torhütergespann Laura Kuske und Nicole Roth vereitelten mit ihren Paraden mehrfach den Torerfolg der Gastgeberinnen. Aus dem Zusammenspiel, Tor und Abwehr schloss der THC im schnellen Umschaltspiel drei Tempogegenstöße erfolgreich ab. Das brachte den Thüringer HC bis zum Halbzeitpfiff mit 10:25 klar in Führung. Allein neun Tore gingen dabei schon auf das Konto von Johanna Reichert.

Das erste Tor nach Wiederanpfiff fiel für den THC, Johanna Stockschläder zirkelte den Ball zum 10:26 ins gegnerische Tor. Bis zur 43. Minute erzielte sie sechs Treffer, das Tor zum 15:35 war ihr neunter Treffer in diesem Spiel. Wieder stand Laura Kuske zu Beginn der Halbzeit im Tor und zeigte ihre Klasse. Aldekerk hatte dem THC wenig entgegenzusetzen. Der Erstligist spielte seine ganze Erfahrung aus und bestimmte das Spiel. Dabei zeigte Sara Rønningen mit insgesamt sechs erfolgreichen Würfen einmal mehr ihre Qualitäten. Mit der Auszeit in der 46. Minute konnte es für TV-Coach Rene Baude nur darum gehen, das Team zu motivieren und Ergebniskosmetik zu betreiben. Das Spiel war entschieden und trotzdem versuchten die Kerkenerinnen mit Einzelaktionen den Torerfolg zu erzwingen. Svenja Rottwinkel kam bis Mitte der zweiten Halbzeit auf sechs Tore. 
Aufseiten der Gäste lief auch nicht alles rund. Zwischen der 50. und dem Beginn der 54. Minute gelangen zwar sechs Treffer, aber es wäre über den gesamten Spielverlauf sogar mehr drin gewesen. In der Schlussphase gelangen dem TV Aldekerk 07 noch mal sechs Tore gegen den Favoriten. Darunter ein direkter Treffer, den Torhüterin Tugce Cengiz in der 49. Spielminute nach einer klasse Parade im THC-Tor versenkte. Ungefährdet und überzeugend zieht der Thüringer HC mit einem 50:22-Kantersieg aus Sicht der Gäste in die nächste Runde des DHB-Pokals ein.

Herbert Müller mit seiner Spielzusammenfassung

Statistik:
TV Aldekerk 07:
Tugce Cengiz 1, Nadja Leuf, Leonie Röskes; Emma Molderings 3, Angelina Huppers 3, Merit Eggeling, Fenna Muilenburg 2/1, Fabienne Huppers 1, Julia Albin, Tine Hinz, Lina Nebel, Hannah Nunnendorf 1, Svenja Rottwinkel 8, Jana Marseille 2, Insa Weisz 1, Mailin Strunz.

Thüringer HC: Laura Kuske, Irma Elisabet Schjött, Nicole Roth; Nikoline Skals Lundgreen 8, Nathalie Hendrikse, Yuki Tanabe 1, Dominika Zachova 2, Madeleine Hilby 1, Sara Sætre Rønningen 6, Vilma Matthijs Holmberg 3, Anika Niederwieser 2, Johanna Stockschläder 10, Annika Lott 7, Johanna Reichert 10, Jennifer Rode.

Strafwürfe: 1/1 - 0/0.

Zeitstrafen: 1 - 3.

Zuschauer: 425.

Schiedsrichter: Sebastian Grobe/Adrian Künzel.

Niederlage für den Thüringer HC II

Der Thüringer HC verlor in der 2. Runde des DHB-Pokal gegen den Frankfurter HC 20:25 (10:12). 

(Bericht folgt)

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