Thüringer HC

Er wollte nicht ins Rampenlicht

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red

Mit großer Betroffenheit haben wir die Nachricht zur Kenntnis genommen, dass Udo Braun, Ehrenmitglied des Thüringer HC, im Alter von 86 Jahren Ende Juli verstorben ist.

Viele Jahre wirkte er für die Nachwuchsentwicklung des Vereins. Erst als sein Gesundheitszustand es nicht mehr erlaubte, schränkte er seine Aktivitäten ein, blieb aber dem Handball und der Vereinsjugend stets verbunden.
         
Der Thüringer Handball Club e.V., die THC-Sport GmbH, Fans und Unterstützer verneigen sich in Dankbarkeit und versichern allen Angehörigen ihre aufrichtige Anteilnahme und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.
 

Mit dem Handball begann Udo als Jugendlicher bei der BSG Motor Optima auf dem Großfeld. Später, auf dem Kleinfeld und in der Halle, führte er das Optima-Männerteam von der Kreisklasse bis in die Bezirksliga, damals die höchste Spielklasse des Bezirks Erfurt. Der Maschinenschlosser, der sich erst zum Industriemeister und dann zum Diplom-Ingenieur qualifizierte, übernahm in seinem Betrieb, Erfurter Mälzerei und Speicherbau, in den Nachwendejahren Leitungsverantwortung. Seine Mitarbeit und Erfahrung bei komplexen Projekten wurde von der Nachfolgerfirma, der Mahr GmbH - Anlagentechnik für Schüttgüter, auch noch im Ruhestand geschätzt und gern genutzt.
Seine sportlichen Erfahrungen brachte der immer noch Handballbegeisterte gern für die Nachwuchsentwicklung des Vereins ein. Seinem Credo, "sich für die Vereinsziele aktiv einzubringen, ohne ins Rampenlicht zu wollen", ist er dabei stets treu geblieben.

Die Jahre 2005 - 2009 waren die erfolgreichsten für das THC-Jugendprojekt. Aus Thüringen und anderen Bundesländern fanden Handballtalente zum Verein und an das Erfurter Sportgymnasium. In dieser Zeit wurden die Jugendmannschaften dreimal Deutscher Meister und errangen einen Vizemeistertitel.
Federführend bei der Talentsuche und -gewinnung war Udo Braun. Sein Arbeitsbereich reichte vom Scouting talentierter junger Mädchen bis zur Gewinnung und Betreuung von Förderern und Stipendiengebern.

Für Spielerinnen wie Dinah Eckerle, Shenia Minevskaja, Julia Wenzl, Carolin Schmele, Isabell Roch und viele andere war er eine der prägenden Persönlichkeiten ihrer Entwicklung bis hin zu internationalen Spitzenteams oder der Nationalmannschaft.

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