1. Handball Bundesliga Frauen

Auswärtssieg mit Mühen

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Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

Mit einem 30:22 (14:8)-Auswärtssieg wahrte der Thüringer HC gegen den VfL Waiblingen die weiße Weste in der Bundesliga und übernahm vorübergehend die Tabellenspitze. Trotz der deutlichen Führung am Spielende und einem zwischenzeitlich Zehntorevorsprung wollte es nicht so richtig rund laufen. Das Spiel hätte deutlicher für die Gäste ausfallen können, wären da nicht einige technische Fehler, liegengelassene Chancen und eine gut parierende Branka Zec im Tor der Württembergerinnen. Mit fünf Toren erzielte Vanessa Nagler die meisten Treffer für die Tigers. Die erfolgreichste Werferin für den THC war Johanna Stockschläder mit sieben Toren.

Anderthalb Minuten nach dem Anpfiff der erste Treffer, der VfB Waiblingen legte vor. Waiblingen störte die ersten Angriffe der Gäste früh und provozierte so die technischen Fehler des THC. Branca Zec parierte bis zur 4. Minute bereits sechs Würfe auf ihr Tor. Ihr ist es zu verdanken, dass die Thüringerinnen über die gesamte erste Halbzeit nicht mehr Tore erzielten. Nach fünf Minuten lag der Thüringer HC mit 1:2 in Führung. So langsam kamen die Gäste in Fahrt und fanden ihre Lücken. Zwei Tore von Johanna Stockschläder, je ein Treffer von Dominika Zachova und Annika Lott, der THC ging mit fünf Toren in Führung. Die Tigers mit Problemen vorm gegnerischen Tor. Erst in der neunten Spielminute der zweite Treffer der Süddeutschen zum 2:5. Mitte der 10. Minute hatte VfL-Coach Thomas Zeitz genug gesehen und bat nach dem Treffer zum 2:7 seine Mannschaft zum Gespräch. Eine Viertelstunde war gespielt, der THC legte 3:9 vor. An Nicole Roth bissen sich die Tigers immer wieder die Zähne aus. Inzwischen gingen zehn Paraden auf ihr Konto. Insgesamt lief es noch nicht so, wie es Herbert Müller gern gesehen hätte, und um das mit seinem Team zu bereden, nahm er seine erste Auszeit. Mit dem Wiederanpfiff nach der Unterbrechung erzielte Sara Rønningen das 3:10. Die Schwäbinnen ließen sich nicht beirren, einen leichten Ballgewinn versenkte Mathilde Ehlert zum 5:10. Mit der offensiven Abwehr der Gastgeberinnen tat sich der Thüringer HC phasenweise schwer und die THC-Frauen ließen einfache Chancen liegen oder sich zu Ballverlusten hinreißen. Es dauerte fast sieben Minuten, bevor Nikoline Lundgreen das elfte THC-Tor erzielte. Die Gastmannschaft versuchte in Ruhe ihr Spiel aufzubauen und den Abschluss zu suchen. Zur Halbzeitpause trennten sich die Mannschaften mit einem 8:14 auf der Anzeigetafel.

Mit zwei Treffern startete Sonja Frey in die zweite Halbzeit, nach dem 8:15 ging auch das 9:17 in der 35. Minute auf ihr Konto. Das zweite Tor war gleichzeitig ihr 500. Tor in einem Pflichtspiel für den Thüringer HC.

Nach wie vor taten sich beide Mannschaften schwer mit ihren Abschlüssen und in den Abwehrreihen wurde kräftig zugepackt. Beim THC wurde durchgewechselt, damit alle Spielerinnen ihre Spielanteile bekamen. In der 41. Spielminute musste Caren Hammer für zwei Minuten auf die Bank, ihr Angehen gegen Sonja Frey war deutlich zu derb. Thomas Zeitz glich die Unterzahl mit der siebten Feldspielerin aus. Zehn Minuten nach dem Start in die zweite Halbzeit führte der THC mit acht Toren - 11:19.
Obwohl es die Gäste ziemlich ruhig angehen ließen, erzielte Sonja Frey in der 43. Minute den Zehntorevorsprung zum 11:21. Die Tigers wehrten sich und verkürzten 13 Minuten vor Spielende auf 14:22. Herbert Müller nahm sein nächstes Team Timeout, aber seine Mannschaft konnte seine Forderung nicht ganz umsetzen. Nur drei Minuten später die dritte Auszeit für den THC und Waiblingen mit zwei Treffern in Folge vom 15:24 zum 17:24. Das wollte der THC-Coach so nicht sehen. Auch nach dem dritten Team Timeout setzte Waiblingen die Achtungszeichen und verkürzte weiter auf 19:24. Das 19:27 besorgte Irma Schjött aus dem eigenen Torraum, das Waiblinger Tor war leer und so hatte die Torhüterin des THC freie Bahn, um direkt zu versenken. Elf Sekunden vor dem Schlusspfiff stellte den Annika Lott mit dem Treffer zum 22:30 den Endstand her. Die Pflichtaufgabe, dieses Spiel zu gewinnen und verlustpunktfrei in die EM-Pause zu gehen, wurde damit gelöst.

Statistik:
VfL Waiblingen:
Branka Zec, Svenja Wunsch; Vanessa Nagler 5/1, Magdalena Probst, Matilda Ehlert 2, Lena Klingler 1, Caren Hammer 3, Emma Hertha 1, Kimberly Gisa 1, Leonie Henkel 2, Vivien Jäger 1, Rabea Pollakowski 2, Lara Eckhardt 4.

Thüringer HC: Thüringer HC: Laura Kuske, Irma Elisabet Schjött 1, Nicole Roth, Nikoline Skals Lundgreen 2, Sonja Frey 4, Nathalie Hendrikse, Yuki Tanabe 2, Dominika Zachova 1, Madeleine Hilby 1, Sara Sætre Rønningen 3, Vilma Matthijs Holmberg 1, Anika Niederwieser, Johanna Stockschläder 7, Annika Lott 6, Johanna Reichert, Jennifer Rode 2.

Strafwürfe: 1/1 - 0/1.

Zeitstrafen: 1 - 1.

Zuschauer: 314.

Schiedsrichter: Tobias Schmack/Philipp Dinges.

Pressegespräch mit Herbert Müller

Auslosung Achtelfinale DHB-Pokal

Der Thüringer HC spielt auswärts gegen den TuS Metzingen.

Ausgespielt werden die Achtelfinals am Wochenende 3./4. Dezember 2022. Da sich alle vier international vertretenen Teams für das Achtelfinale qualifiziert haben, steht der 30. November als Ausweichtermin fest. Die Sieger erreichen das Viertelfinale.

Die nächsten Spiele

Wiedigsburghalle - 14:00

EHF European League

Thüringer HC (GER) Thüringer HC (GER)
11.12.2022 Sonntag
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IK Sävehof (SWE) IK Sävehof (SWE)
Edertalsporthalle - 19:30

1. Bundesliga

HSG Bad Wildungen Vipers HSG Bad Wildungen Vipers
14.12.2022 Mittwoch
vs
Thüringer HC Thüringer HC