1. Handball Bundesliga Frauen

Saisonauftakt mit Kantersieg gegen Aufsteiger

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Andreas Hofmann/Bernd Hohnstein

Der Thüringer HC gewinnt den Saisonauftakt mit einem Kantersieg gegen Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 mit 40:20 (16:8). Von Beginn an dominierte der THC die Begegnung und zwang dem Gastgeber sein Tempospiel auf. Mainz hatte dem nicht viel entgegenzusetzen, zeigte aber bis zum Schluss Kampfgeist. Beste Werferin aufseiten der Gastgeberinnen war Larissa Platen mit sieben Treffern. Iveta Koresova und Emily Bölk erzielten je sechs Tore für den Thüringer HC.

Nach den Treffern von Iveta Koresova und Emily Bölk, stand es nach vier Minuten 0:3 für die Thüringer Gäste. Erneut traf Iveta Koresova, nur Sekunden später netzte Jovana Sazdovska ein und erhöhte auf 0:5. Larissa Platen gelang der erste Treffer für die Dynamits in der siebten Spielminute. Die Abwehr der THC Damen stand sehr gut in der Anfangsphase, den Rest fischte Marie Davidsen heraus. Janka Bauer netzte in der 10. Minute zum 2:8 ein. Der Aufsteiger tat sich schwer gegen die kompakte und offensive Abwehr der Gäste. In der 12. Minute verkürzte Denise Großheim zum 4:8, da sich bei den Thüringerinnen einige Abschlussschwächen einschlichen. Herbert Müller nahm daraufhin sein erstes Team Timeout. Hellwach in der Abwehr fing Alicia Stolle den Ball ab und Iveta Koresova netzte mit ihrem unbändigen Drang zum 4:11 ein. Erste und zweite Welle zeigten sich deutlich durchschlagskräftiger und Alicia Stolle erhöhte zum 5:12 in der 18. Minute im Spiel. Alicia Soffel kassierte die erste Zeitstrafe dieses Spiels, da sie Alexandra Mazzucco nur mit einem Foul stoppen konnte. In der 23 Minute traf Carina Gangel zum sechsten Mal für die Mainzer Gastgeber und Josefine Huber erzielte wenig später das 15. Thüringer Tor. Den Damen des Thüringer HC gelang es in dieser Phase nicht, die nötige Spannung aufrecht zu halten. So ergaben sich Lücken für die Damen vom FSV Mainz 05. Josefine Huber netzte vom Kreis mit ihrem dritten Tor zum Halbzeitstand von 8:16 ein.


Es brauchte zwei Minuten nach Wiederanpfiff bis Meike Schmelzer den ersten Treffer der zweiten Halbzeit im Gästetor unterbringen konnte. Wieder und wieder rannten sich die Mainzer Spielerinnen in der Abwehr des Thüringer HC fest. Von der Außenposition erzielte Jovana Sazdovska die 8:19 Führung. Den ersten Strafwurf für die Gäste verwandelte Iveta Koresova sicher zum 10:20. Jovana Sazdovska und Lydia Jakubisova nahmen Mainz in die Flügelzange und verwandelten ihre Gegenstöße treffsicher. Auf der Gegenseite verwandelte Larissa Platen den ersten Strafwurf für den 1. FSV Mainz 05.  Angefeuert vom Trainer Herbert Müller, hielt der Thüringer HC das Spieltempo hoch. Kaum konnte Janka Bauer über ihr drittes Tor jubeln, da netzte Alicia Stolle schon zum 12:26 ein. Während Sophie Hartstock die zweite Zeitstrafe der Mainzerinnen absitzen musste, traf Lydia Jakubisova von der Außenbahn zum 16 Tore Vorsprung und 13:29. Mit zwei Toren in Folge erhöhte Mikaela Mässing zum 15:33. Als sicheren Ruhepol und Rückhalt in der Abwehr zeigte sich Neuzugang Marie Davidsen im Tor der Thüringerinnen. Zahlreiche Würfe der Gastgeberinnen konnte sie mit sehenswerten Paraden entschärfen. Acht Minuten vor dem Ende erzielte Emily Bölk das 16:36 und brachte ihre Mannschaft mit zwanzig Toren in Führung. Ihre Größe einsetzend, erzielte Mikaela Mässing mit einem Schlagwurf aus dem Rückraum den nächsten Treffer. Zum zweiten Strafwurf der Gastgeberinnen kam Ann-Cathrin Giegerich im Tor des THC. Larissa Platen, die sich als torgefährlichste Spielerin im gegnerischen Team entpuppte, blieb erneut Siegerin in diesem Duell. Es war das erwartungsgemäß klare Spiel gegen die Aufsteigerinnen in ihrer ersten Bundesligapartie, auch wenn Sophie Hartstock noch einmal von Außen einen Treffer setzen konnte und so den 20:40 Endstand herstellte.

Stimmen nach dem Spiel:

Herbert Müller (THC):
Ich gratuliere erst einmal Mainz zum Aufstieg. Ich dachte nicht, das Mainz heute wirklich so dagegenhalten konnte, deswegen sind wir völlig fokussiert ins Spiel gegangen und es war klug von Anfang an Druck zu machen. Es war für uns wichtig mit Engagement ins Spiel zu kommen. Nach neun Wochen Vorbereitung über 60 Minuten konstant zu spielen war uns wichtig und ist uns gelungen. Mainz hat mit offenem Visier gespielt und mit Tempo agiert. Sie haben nicht aufgegeben. Wir hoffen nun das die Mainzer Fans nun solche Stimmung wie hier auch in Erfurt machen

Thomas Zeitz (FSV): Die Mädels und ich waren heute aufgeregt. Ich habe betont, dass das ein Spiel wird, was uns Spaß machen soll. Uns war es wichtig, gut ins Spiel reinzukommen und in der 1. Liga anzukommen. Bei so einem Spiel können wir nur lernen. Uns war klar, dass der THC nicht nur eine Nummer von uns weg sein wird, sondern Klassen. Alle hatten Spaß und wir haben uns gefreut, eine der besten Deutschen Mannschaften der letzten Jahre hier zu Gast zu haben. Wir müssen versuchen, die guten Sachen aus dem Spiel mitzunehmen.

Statistik:

1. FSV Mainz 05: Nina Kolundzic, Kristin Schäfer 1, Katarzyna Demianczuk; Carina Gangel 1, Janka Bauer 3, Alicia Soffel 2, Sophie Hartstock 1, Larissa Platen 5/2, Theresa Horstmann, Simona Cipaian, Denise Großheim 3, Elisa Burkholder 3, Franziska Fischer 1, Anika Kilian, Tina Kolundzic, Nina Reissberg.

Thüringer HC: Maria Skurtveit Davidsen, Ann-Cathrin Giegerich;  Mariana Lopes 1, Beate Scheffknecht 1, Alexandra Mazzucco 1, Almudena Rodriguez, Jovana Sazdovska 4, Meike Schmelzer 2, Alicia Stolle 5, Iveta Koresova 6/1, Emily Bölk 6, Ina Großmann, Mikaela Mässing 5, Lydia Jakubisova 4, Josefine Huber 5.

Strafwürfe: 2 - 1.

Zeitstrafen: 2 - 1.

Zuschauer: 495.

Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah/Suresh Thiyagarajah.

Pressegespräch nach dem Spiel