3. Liga Frauen Staffel Ost

Knapp an einer Sensation vorbei

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Mit einer 27:28-Niederlage endete der 2. Adventssonntag beim Gastspiel bei der HSG Kleenheim. Nach hartem Kampf zogen die Domstädterinnen den Kürzeren, dabei war eine Sensation zum Greifen nahe. Erfolgreichste Torschützin war Michelle Breitbarth mit 8 Treffern.

In den ersten 15 Minuten auf Augenhöhe

Das Team von Trainer Goncalo Miranda erwischte einen guten Start gegen die erfahrene Mannschaft aus Kleenheim. Der Miranda-Sieben gelang es zunächst gut, in der Deckung zuzupacken und im Angriff konsequent die Bälle einzunetzen. Unterstützt durch gute Abwehrarbeit bekam auch Torfrau Gesime Dorzaj immer wieder die Hand an den Ball. Nach 15 Minuten dann der Bruch im Spiel der Erfurterinnen: Die Abwehr agierte weiter auf hohem Niveau, im Angriff wurden nun aber zu viele Chancen vergeben, die Bälle teilweise sogar am Tor vorbei geworfen.

Die Nervosität beider Mannschaft nahm in der Folge ohne erkennbaren Grund deutlich zu. Der THC haderte in dieser Phase zudem auch mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichterinnen. Eine Auszeit der Gäste brachte auch nicht den gewünschten Effekt. Es gelang der HSG Kleenheim den Vorsprung durch die ehemalige THC-Spielerin Lisa Kiethe auf 16:11 zu erhöhen und mit einer 5-Tore-Führung in die Pause zu gehen.

Die Wende kam in der zweiten Halbzeit

Zwar erwischte der Gastgeber aus Kleenheim den besseren Start, aber die Erfurter Mädels  nahmen sich für den zweiten Durchgang einiges vor. Nach zwei schnellen Toren der Gastgeberinnen steigerte sich die Leistung der Domstädterinnen schlagartig. Es entwickelte sich ein harter Kampf bis in die letzten Sekunden des Spiels. Mit einer starken Abwehrarbeit und einer tollen Torhüterleistung konnten Gegentreffer verhindert werden. Im eigenen Angriff konnte man diese Leistung mit einfachen Toren krönen. Insgesamt zeigte sich der Angriff stabilisiert. Auch die Kreisspielerinnen Jolina Huhnstock und Nele Weyh erhielten tolle Anspiele, die im Tornetz ihr Ziel fanden. In der 56. Spielminute gelang dann Tyra Bessert der Ausgleichstreffer zum 26:26. Es war das erste Mal seit der 16. Spielminute, dass das Spiel wieder ausgeglichen war. Leider gelang es der jungen Mannschaft nicht, selbst noch mal in Führung zu gehen.

Kleenheim stemmte sich gegen den drohende Punktverlust

Die HSG Kleenheim mobilisierte nach dem Ausgleichstreffer in der Abwehr die letzten Kräfte und stemmte sich enorm gegen einen drohenden Punktverlust. Am Ende siegte die Erfahrung und die HSG  gewann verdient mit 28:27. Aber auch das junge Team um Trainer Miranda hat nun gesehen, dass es sich nicht vor den gestandenen Mannschaften der Liga verstecken braucht. Unter dem Strich ist im Vergleich zu letzter Saison eine positive Entwicklung zu erkennen, ist man doch in der vergangenen Spielzeit noch deutlich unter die Räder gekommen.

Weiter geht es für die jungen Frauen am kommenden Samstag beim Heimspiel in Arnstadt gegen die Bundesligareserve der TSG Ketsch. Hierzu sind alle Fans und Unterstützer um 17:00 Uhr herzlich in die Jahnsporthalle nach Arnstadt eingeladen.

Die Statistik zum Spiel

Thüringer HC II:
Greta Köster, Gesime Dorzaj; Michelle Breitbarth (8/5), Nele Weyh (2), Simone Karl (1), Jolina Huhnstock (3), Emily Hagedorn (4), Paula Oprea, Beverly Schwanethal, Arwen Rühl (4), Tyra Bessert (2), Chiara Thorn (3)

 

HSG Kleenheim-Langgöns:
Rixa Hahn, Madeleine Buhlmann; Nele-Marie Barnusch (2), Emelie Bachenheimer, Elena Schuch (5), Tanja Schorradt (2), Ann-Sophie vom Hagen (2), Carolina Fischer, Lisa-Marie Kiethe (4), Katharina Weber (4), Janina Langenbach, Stina Karlsson (3), Lisa-Marie Kneller (4), Kim Winkes (2)

 

Zeitstrafen: HSG 2 – THC 5

Strafwürfe: HSG 0/3 – THC 6/7

Zuschauer: 150

Schiedsrichterinnen: Sabrina Kleinhenz / Lisa Wenzke