1. Handball Bundesliga Frauen

Herbert Müller erwartet ein heißes Spiel

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Franziska J. Braun/Bernd Hohnstein

Mit zwei deutlichen Siegen konnte der Thüringer HC in die Saison starten. Mit den Handballfrauen des BVB 09 Dortmund kommt es am kommenden Sonntag zum Spitzenspiel des Spieltages.

Um 15 Uhr treffen der Tabellenerste und der direkte Verfolger in der Riethsporthalle aufeinander, da ist für Spannung gesorgt.
Der DHB gab heute bekannt, dass BVB-Trainer Andre Fuhr die weibliche U20-Nationalmannschaft übernehmen wird. Eine Herausforderung, die Andre Fuhr sicher meistern wird und zu der wir ihm alles Gute und viel Erfolg wünschen.

Rückblick:
Im Rückblick auf das erste Heimspiel in der Erfurter Riethsporthalle konnte Trainer Herbert Müller eine positive Bilanz ziehen. Er ist sehr froh, dass die Rote Wand in Erfurt so geschlossen hinter dem Thüringer HC stand und für eine tolle Stimmung sorgen konnte. Dennoch hofft er, dass noch mehr Erfurter den Weg in die Riethsporthalle finden und diese zu einem stimmungsvollen Heimdomizil für die Handballdamen werden kann. Mit dem Spiel gegen den VfL Oldenburg war Müller zufrieden und sprach von einem gelungenen Heimauftakt. „Die Mannschaft hat von Beginn an konzentriert gespielt und konnte dadurch bereits zur Halbzeit mit 17:9 in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit mussten wir uns dann erst auf die 6:0 Deckung seitens Oldenburg einstellen. Dennoch haben wir am Ende mit 17 Toren plus gewonnen und jede Spielerin hat ihre Einsatzzeit bekommen. Darüber bin ich sehr froh.“

Zum Spiel:
Das Spiel am kommenden Sonntag wird uns zeigen, wo der THC momentan sportlich steht. „Ich erwarte ein heißes Spiel“ so der THC-Coach. Mit Borussia Dortmund kommt, aus Herbert Müllers Sicht, neben der SG BBM Bietigheim und dem Thüringer HC ein weiterer Anwärter für die Meisterschaft in die Thüringer Landeshauptstadt. Der BVB hat sich zu Saisonbeginn, mit André Fuhr auf der Trainerposition, Isabell Roch im Tor und Kelly Dulfer als Abwehrspezialistin, enorm verstärkt. Die Stärke der Mannschaft zeigte sich bereits beim ersten Saisonspiel, in dem sie den VfL Oldenburg mit 26:39 schlugen. „Aufgrund der Konterstärke der Mannschaft müssen wir schnell zurückspielen, um das Team zum Positionsangriff zu zwingen. Zudem müssen wir zu unserem eigenen Spiel finden und eine kompakte Abwehr stellen. Vorn benötigen wir die maximale Durchschlagskraft, um die Dortmunder Abwehr zu überwinden. Wir müssen so effektiv wie möglich werfen und unsere Chancen nutzen. Unseren Zuschauern verspreche ich ein absolutes Spitzenspiel, dem es an Spannung nicht mangelt.“ Das Ziel ist klar formuliert „Wir wollen die zwei Punkte holen!“

Zum Kader:
Indes gibt es einen längeren Ausfall zu vermelden: Josefine Huber hat sich bereits in der dritten Minute im Spiel gegen Oldenburg einen Riss des hinteren Kreuzbandes zugezogen. „Dennoch hat Fine die Zähne zusammengebissen und bis zur 60. Minute das Spiel zu Ende gespielt.“ Herbert Müller zieht vor dieser Leistung seinen Hut und betont, wie viel Adrenalin der Körper während eines Handballspiels freisetzt. „Josefine hat sich dann gleich am Montag in die Behandlung von Dr. Ullmann begeben, der die ernüchternde Diagnose: 'Riss des hinteren Kreuzbandes' stellte. Am Dienstag war Josefine Huber in Österreich bei einem Kniespezialisten. Dieser betreut die österreichische Skinationalmannschaft. Hier stellte sich heraus, dass die Verletzung konservativ behandelt werden kann und das Knie nicht operiert werden muss. Das erspart uns Zeit, sodass Fine voraussichtlich in 5 bis 6 Monaten wieder einsatzfähig ist.“
Wer die Kreis- und Abwehrspezialistin vertritt, steht noch nicht fest. Herbert Müller sagte dazu: „Momentan stehen Lydia Jakubisova oder Beate Scheffknecht als möglich Kandidaten zur Verfügung. Wer am Ende als zweite Spielerin an den Kreis geht, wird sich aber vermutlich erst im Spiel zeigen.“
Meike Schmelzer kann am Sonntag ihre Position am Kreis wieder einnehmen. Diese ist nach einer Grippeerkrankung wieder genesen.

Pressekonferenz vom 19.09.2019 mit Herbert Müller