1. Handball Bundesliga Frauen

Niederlage im Spitzenspiel

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Sahra Lapp/Steffi Lapp

Der Thüringer HC musste sich im Spitzenspiel des 3. Spieltages gegen die BVB 09 Dortmund mit 25:26 (12:12) geschlagen geben. In dem temporeich geführten Spiel zeigten beide Teams ihre Stärken im Angriff und auf den Torhüterpositionen. Am Ende hatten die Gäste das Quäntchen Glück auf ihrer Seite und entschieden das Spiel mit einem Tor für sich. Für die Gäste erzielte Bogna Sobiech mit sieben Toren die meisten Treffer für die Gäste. Auf der Seite der Gastgeberinnen traf Iveta Koresova zehn Mal.

Dortmund hatte Anwurf im Spitzenspiel. Der Thüringer HC erkämpfte sich den Ball, Emily Bölk erzielte das 1:0 im Tempogegenstoß. Im Angriffsspiel startete der THC nervös. Zwei Ballverluste und die Gäste konnten das Spiel zum 2:1 drehen. Die Anfangsphase war von hohem Tempo geprägt. THC-Torhüterin Marie Davidsen konnte sich im Spiel mehrmals auszeichnen und verhinderte, dass die Gäste die Führung weiter ausbauen konnten. Ihr Gegenüber, Isabell Roch stand dem in nichts nach. In der 9. Minute gelang Emily Bölk der 5:5 Ausgleich über einen weiteren Tempogegenstoß. Es war bereits der dritte Treffer der stark aufspielenden Rückraumschützin. Der Ausfall von Abwehrchefin Josefine Huber war für die Thüringerinnen schwer zu verdauen. Einige Abstimmungsprobleme nutzte der BVB zu einfachen Toren. Beim 7:7 nahm Trainer Herbert Müller seine erste Auszeit. Diese hatte Signalwirkung. Die Thüringerinnen erkämpften sich den ersten Strafwurf im Spiel, den Iveta Koresova sicher verwandelte (9:7/20. Minute). Es blieb ein offener Schlagabtausch, der von hohem Tempo und offenem Schlagabtausch geprägt war. Alexandra Mazzucco netzte in der 28. Minute zum Stand von 11:11 ein. Nach weiteren Toren von Iveta Koresova und Inger Smits verabschiedeten sich die Teams mit einem 12:12-Unentschieden in die Kabinen.

Das erste Tor im zweiten Durchgang gehörte den Thüringerinnen. Meike Schmelzer verwandelte per Tempogegenstoß. Insgesamt starteten die Gäste aus Dortmund deutlich besser in die zweite Halbzeit und erzielte nach 34 Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung zum 14:16. Der Thüringer HC setzte alles daran, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und ging fünf Minuten später selbst, durch einen Treffer von Alicia Stolle zum 17:16, in Führung. Es blieb das erwartet enge Spiel, in dem sich keine der Mannschaften entscheidend absetzen konnte. In der 44. Minute gelang es Iveta Koresova, von der Strafwurflinie ihr Team das erste Mal mit drei Toren in Front zu bringen. Nach einer tollen Rettungsaktion von Ann-Cathrin Giegerich nahm Herbert Müller beim Stand von 22:20 nach 47 Minuten eine Auszeit. In Überzahl, nach einer Zeitstrafe gegen Iveta Koresova, konnte Isabell Roch per Direktwurf auf das leere Tor zum Stand von 23:22 verkürzen. In der 56. Minute stellte Meike Schmelzer im Nachwurf die wichtige Zwei-Tore-Führung zum 25:23 wieder her. Die Gäste aus Dortmund gaben sich nicht auf und glichen eine Minute vor dem Schlusspfiff erneut aus. Die Spannung in der Halle war greifbar - diesmal mit unglücklichem Ausgang für den Thüringer HC. In den letzten Sekunden gelang Bogna Sobiech der Treffer zum 25:26-Endstand.

 

Stimmen nach dem Spiel:

Andre Fuhr (BVB): Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man beim THC gewinnt. Ich hab schon häufig in Bad Langensalza gegen den Thüringer HC gespielt und da sah es anders aus. Heute mit glücklichem Ausgang für uns. Ich will nicht bestreiten, dass das Glück am Ende auch auf unserer Seite war.

Herbert Müller (THC): Kompliment und Glückwunsch nach Dortmund. Es war das erwartet enge Spiel. Wir haben zu viele Fehler gemacht, gerade in Ballbesitz 25 Sekunden vor Schluss hätten wir das Tor machen müssen. Wir müssen jetzt den Kopf oben halten und aus den Fehlern lernen. Bald kommt auch das wichtige Spiel gegen Bietigheim.

Statistik:

Thüringer HC:
Maria Skurtveit Davidsen, Ann-Cathrin Giegerich;  Mariana Ferreira Lopes , Beate Scheffknecht, Alexandra Mazzucco 1, Almudena Rodriguez, Jovana Sazdovska 2, Meike Schmelzer 3, Alicia Stolle 3, Iveta Koresova 10/5, Emily Bölk 4, Ina Großmann, Mikaela Mässing, Lydia Jakubisova 2.

BVB 09 Dortmund: Rimka Duijndam, Isabell Roch 1, Yara Ten Holte; Alina Grijseels 1, Saskia Weisheitel, Caroline Müller-Korn 1, Leonie Kockel, Inger Smits 5, Johanna Stockschläder, Merel Freriks 2, Kelly Dulfer 4, Asuka Fujita, Kelly Vollebregt 4, Dana Bleckmann, Aleksandra Zych 1, Bogna Sobiech 7/3.

Strafwürfe: 5/5 - 3/3.

Zeitstrafen: 1 - 2.

Zuschauer: 1095.

Schiedsrichter: Thomas Hörath/Timo Hofmann.

Pressekonferenz nach dem Spiel