1. Handball Bundesliga Frauen

Gegen den 1. FSV Mainz 05 zählt nur ein Sieg

News
HaJo Steinbach

Im nächsten Heimspiel des Thüringer HC am Mittwoch, den 10. Februar um 19:30 Uhr in der Salza-Halle gegen den Tabellenvorletzten aus Mainz, der im Januar in Halle seinen zweiten Saisonsieg eingefahren hatte, zählt nur ein Sieg. Mit dem Schwung der Siege aus der letzten Woche gegen die SG BBM Bietigheim und Storhamar Handball Elite in der EHF European League sollte das gelingen. Ob der THC am Wochenende nach Russland ins Wolgadelta nach Astrachan fliegen muss, ist noch nicht endgültig entschieden.

Rückblick:
War das schon der ersehnte Befreiungsschlag für den THC? Englische Wochen haben auch gute Seiten. Gerade als man es am wenigsten erwartete, schlug die Mannschaft von Herbert Müller zu, schlägt den direkten BVB-Verfolger Bietigheim, der bis dahin nur gegen eben jenen BVB 09 Dortmund verloren hatte, und als sei das noch nicht Überraschung genug, meldete sich der THC in der EHF European League zu Wort. Beinahe wäre dem Team sogar ein Doppelsieg gelungen. Was Herbert Müller dann am Sonntag im Rückspiel machte, war wohl kaum so gewollt. Um Storhamar vor neue Aufgaben zu stellen, krempelt der Handballfuchs seine Startsieben um. So schickte er mit Laura Kuske (19) im Tor und Arwen Rühl (18) seine jüngsten Spielerinnen in die Bresche. Diese dankten für das Vertrauen, wie es selbst kühnste THC-Fans nicht erwarten konnten. Arwen Rühl, die vom TSV Nord Harrislee ins Sportgymnasium nach Erfurt wechselte und zu Beginn der Saison wegen guter Leistungen in der Vorbereitung ihren ersten Profivertrag beim THC bekam, wurde zum „Player of the Match“. Sie spielte die vollen 60 Minuten durch und warf sich mit 12 Toren in die Schlagzeilen der Sportpresse. Die eigentliche Nummer drei, der THC-Torhüterinnen Laura Kuske, fischte jeden dritten Wurf der Skandinavierinnen weg, die in der norwegischen Eliteliga noch ungeschlagen sind. Es wäre nicht der THC, wenn er nicht immer wieder sich selbst aus der Krise befreien würde und so könnte es bis zum Saisonende weitergehen. Herbert Müller herzte seine Youngster und lächelte verschmitzt, als er zu diesem Schachzug befragt wurde. Mit Mathematik konnte es der Analytiker jedoch nicht erklären. Nach 20 Minuten hatte sich der THC auf seinen Gegner im zweiten Spiel an dem Wochenende eingestellt und behielt die Oberhand. Mit 41:36 gewannen die Frauen des THC das direkte Duell, 77 Tore im Spiel. Mehr aus Spaß an der Freude bettelte Herbert Müller in seiner letzten Auszeit: „Mädels, ich bitte Euch nur um ein einziges Stopp-Foul“ auch in Englisch und gratulierte seinem Team schon mal zum Sieg.

Zum Spiel:
Dass es am Mittwoch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner aus dem Tabellenkeller kein Selbstläufer wird, davon sind alle überzeugt. Der THC ist Favorit und muss diese Rolle ausfüllen.
Der 1. FSV Mainz 05 kommt, um die Thüringerinnen zu ärgern. Nach zwei Siegen in Folge gab es gegen Dortmund und Bensheim/Auerbach die erwarteten Niederlagen. Das Heimspiel gegen Bad Wildungen war enttäuschend, da hatte man sich mehr ausgerechnet. Die Gäste müssen hier nicht gewinnen. Ohne diesen Druck kann das ungewohnte Kräfte freisetzen. Der Thüringer HC hat wieder Oberwasser gewonnen und sollte diese Aufgabe lösen können. Dazu muss das Team weiter an Konstanz gewinnen, an der Stabilität arbeiten und sich zur Geschlossenheit formieren. Die Mainzerinnen haben den Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Die vier gewonnenen Punkte waren ein deutliches Lebenszeichen. Die Liga wird in der Rückrunde noch spannend werden, zumindest beim Kampf um den Klassenerhalt. Den Gegner wird der THC auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Es zählt nur ein Sieg!

Zum Kader:
Die Mannschaft tritt in derselben Besetzung wie zuletzt an.