THV-Pokal Halbfinale

Finaleinzug nach Pokalfight

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Im Halbfinale des THV-Pokals besiegten die Erfurterinnen am Freitagabend die MHV-Mannschaft des HSV Apolda mit 33:29. Damit gelang dem Team der Einzug in das Pokalfinale. Nachdem man in der zweiten Halbzeit lange einem Rückstand hinterherlief, konnte gerade mit Treffern aus dem Rückraum am Ende doch noch das Finalticket gebucht werden. Lucy Gündel (9/1) und Arwen Rühl (8) konnten für den THC die meisten Treffer erzielen. Für den HSV Apolda netzte die ehemalige THC-Spielerin Antonia Westland insgesamt zehn Mal ein - davon vier Treffer per Strafwurf.

Aufeinandertreffen alter Weggefährtinnen

Schon vor Beginn des Spiels war klar, dass es zu zahlreichen Wiedersehen kommen sollte. Denn das Team von Ralph Börmel, viele Jahre Trainer beim Thüringer HC, besteht mit Anne Breitschuh, Antonia Westland, Lisa Marie Horn und Victoria Gramma gleich aus vier ehemaligen THC-Spielerinnen.
Die Partie startete ausgeglichen und beide Seiten schenkten sich von Beginn an nichts. Nach zwischenzeitlichen Rückständen konnten die jungen Erfurterinnen nach sieben Spielminuten eine erste 2-Tore-Führung für sich verbuchen (2:4). Doch der Apoldaer Angriff um die ehemaligen THC-Spielerinnen drückte immer weiter in Richtung THC-Tor und machte es der Abwehr nicht leicht, dagegen zu halten. So verwunderte es kaum, dass sich die Gäste in dieser Phase nie weiter als mit zwei Toren absetzen konnten (4:6, 12. Min.; 6:8, 17. Min.; 8:10, 20. Min). Technische Fehler und Fehlwürfe der jungen THC-Mannschaft konnten die Gastgeberinnen nutzen, um den Spielstand wieder auszugleichen und in der 25. Spielminute sogar die Führung zu übernehmen. Mit gewisser Nervosität im eigenen Angriffsspiel gelang es bis zur Halbzeit nicht mehr, selbst in Führung zu gehen. Beim Halbzeitstand von 14:13 ging es für das Team von Goncalo Miranda und Nico Geyersbach in die Kabine.

Verschlafener Start in Halbzeit zwei

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden kleine Änderungen vorgenommen – beispielsweise behütete das THC-Tor jetzt Bettina Woike, nachdem Gesime Dorzaj im ersten Durchgang Torerfolge der Gastgeberinnen verhindern durfte.
Leider schien es zunächst so, als ob ein Teil der THC-Mannschaft in der Kabine geblieben wäre. In der Konsequenz lief man nach einem Dreierpack von Antonia Westland erstmals einem 4-Tore-Rückstand hinterher (18:14, 36. Min.), den man in den folgenden Minuten auch nicht mehr verkürzen konnte (21:17, 41. Min.). Lucy Gündel gelang es mit einem Treffer von der Strafwurflinie und zwei Treffern aus dem Rückraum, den Rückstand wieder etwas zu verringern (22:20, 45. Min.).

Arwen Rühl steuerte 8 Treffer zum Endstand bei.

Mit einer Auszeit schaffte es das Trainerteam dann, der Motivation weiteren Vorschub zu leisten und gerade den Rückraumspielerinnen für den Angriff weiter Mut zuzusprechen. Immer wieder wurde nun aus dem Rückraum, auch durch Arwen Rühl, erfolgreich der Torabschluss gesucht. Der Rückstand, dem man nun bereits gut 20 Minuten hinterherlief, löste sich allmählich auf und so war auch der Ausgleich zum 24:24 in der 49. Minute logische Konsequenz einer deutlich verbesserten Angriffsleistung. Erst in den letzten zehn Minuten zeigte sich der Trainingsvorsprung der Erfurter Talente, infolgedessen mittels besserer Physis in der 54. Spielminute die Führung zurückerobert werden konnte (26:27). Dass dies nicht eher gelang, war immer wieder dem guten Spiel der Gastgeberinnen über den Kreis geschuldet, über das gerade in der zweiten Halbzeit phasenweise das Angriffsspiel aufrecht erhalten wurde. Dem THC-Angriff gelangen zum Ende der Partei nun aber auch einige einfache Treffer. So stand nach Abpfiff der Partie ein erfreuliches Endergebnis von 29:33 auf der Anzeigetafel.

Genesungswünsche gehen an dieser Stelle noch nach Apolda zur langjährigen THC-Spielerin Victoria Gramma. Nach einer Gesichtsverletzung in der 47.Minute konnte sie nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen.

Pokalfinale im Mai

Mit dem Sieg über Apolda sicherte sich der Thüringer HC den Einzug in das THV-Pokalfinale. Dieses soll aller Voraussicht nach am Wochenende 16./17.05.2020 ausgetragen werden. Wer der Gegner im Finale sein wird, entscheidet sich am 14.03.2020 in der Partie zwischen den Mannschaften aus Saalfeld und Meiningen.
Der Sieger des THV-Pokalfinals wird sich für die kommende Saison einen Startplatz in der ersten Runde des DHB-Pokals sichern.

Stimmen zum Spiel

Ralph Börmel (HSV Apolda): "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt. Leider haben wir nicht ganz gegen die Kampfkraft des THC ankommen können. Mehr als dieses Ergebnis war nicht zu erwarten."

 

Goncalo Miranda (Thüringer HC): "Ich bin sehr glücklich über den Sieg, vor allem mit der mentalen Stärke und der geschlossenen Teamleistung. Trotz der Ausfälle von Tyra Bessert und Emily Hagedorn konnten wir mit drei  A- und  neun B-Jugendlichen ein gutes Team aufstellen und gewinnen. Apolda stellte unsere Abwehr immer wieder vor große Probleme, vor allem durch die Kreisläuferin, die erfahren und sicher agierte. Die Angriffe der Gastgeberinnen dauerten öfter eine Minute oder länger, wohlwissend, dass unsere jungen Spielerinnen in der Abwehr irgendwann die Geduld verlieren und Fehler machen würden. Ich freue mich besonders über die 20 Tore in der zweiten Halbzeit und das wirklich alle bis zum Ende gekämpft haben."

Die Statistik zum Spiel

Thüringer HC II:
Michelle Breitbarth (6/1), Lara-Sophie Fichtner, Nele Weyh (2), Simone Karl (2), Jolina Huhnstock (4), Dana Sophie Krömer, Lucy Gündel (9/1), Paula-Bianca Oprea, Paula Büttner (1), Arwen Rühl (8), Bettina Woike, Gesime Dorzaj, Lena Mailin Schorch, Emma Seiler (1)

 

HSV Apolda:
Maria Ackermann, Antonia Westland (10/4), Lisa Marie Horn (7), Michelle d´Harcourt Rowold, Emilia Tiesnes, Carolin Dippmann, Helena Gottschalg, Patricia Köhler, Thea-Marie Schatz (2), Victoria Gramma (3), Tina Müller, Nele Dobosch, Anne Breitschuh (7)

 

Zeitstrafen: THC 6 - HSV 5
Disqualifikation: Emma Seiler (THC), 47. Min.
Strafwürfe: THC 2/2 - HSV 4/4
Schiedsrichter: Jens Hanse / Johannes Rudolph