DHB-Pokal Achtelfinale

Favoritenrolle annehmen und ins Viertelfinale des DHB-Pokals einziehen

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HaJo Steinbach

Es ist ein erklärtes Saisonziel des Thüringer HC, der Einzug ins Olymp-FINAL4 des DHB-Pokals. Am Samstag, den 13.11.2021 um 18:15 Uhr trifft der THC auf den derzeitigen Tabellendritten der 2. Bundesliga und Gastgeber der Begegnung, den HSV Solingen-Gräfrath. „Wir begegnen dem Gegner mit Respekt, nehmen das Spiel sehr ernst und wollen in die nächste Runde.“, sagt Herbert Müller. Er weiß, dass nach dem Ausscheiden in der Qualifikation zur EHF European League, im Pokalwettbewerb für den THC in dieser Saison eine noch mal andere Bedeutung steckt. Es ist nun mal der kürzeste Weg zu einem Titel.

Zum Spiel:
Vor der Weltmeisterschaft Pause, die Handball WM der Frauen findet vom 02. bis 19. Dezember 2021 in Spanien statt, bestreitet der THC noch zwei wichtige Spiele. An diesem Samstag im Achtelfinale um den DHB-Pokal gegen den Spitzenklub aus der zweiten Liga, den HSV Solingen-Gräfrath und am darauf folgenden Samstag in der Salza-Halle das Bundesligaspiel gegen die SV Union Halle-Neustadt. „Zwei Wochen hat der THC nicht gespielt, dafür fleißig trainiert und mal die Zeit nutzen können, um eine neue Abwehrvariante, sozusagen einen Plan B einzuüben.“, verrät Herbert Müller. Für den Cheftrainer ist Aufmerksamkeit gefragt, „weil die gestrigen Partien von Bensheim/Auerbach und Blomberg-Lippe gegen die SG BBM Bietigheim und Borussia 09 Dortmund gezeigt haben, warum der Pokal so anders ist. In 60 Minuten klein gegen groß ist eher eine Überraschung möglich, ein über sich hinausgehen drin als über eine lange kräftezehrende Saison. Beide Favoriten haben sich schwergetan, sind mit einem blauen Auge in die nächste Runde eingezogen.“ Der THC will in Solingen nachziehen und dort von Beginn an die Favoritenrolle annehmen und gar nicht erst ins Wanken kommen. Immerhin ist Solingen ein Spitzenteam in der zweiten Liga, kämpft mit Frisch Auf Göppingen und beim Aufstiegsanwärter Nummer eins, hat man in der Liga sogar gewonnen, mit dem VfL Waiblingen, den Füchsen Berlin und den Kurpfalz Bären um den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

„Für den Zweitligisten ist das am Samstag das Spiel des Jahres, dazu muss man sie gar nicht erst motivieren, die sind bis in die Haarspitzen topfit und freuen sich auf dieses Spiel. Im Reiz klein gegen groß steckt die Gefährlichkeit des Pokalwettbewerbes aber auch sein Reiz. Oft schon wurde von so manchem Außenseiter ein Favorit zur Strecke gebracht. Es ist eine Riesensache, in eigener Halle ungekannte Kräfte zu mobilisieren, um als David Goliath zu schlagen“, meint Herbert Müller und hebt besonders hervor, dass er den Pokalwettbewerb besonders mag. Er wirbt dafür, ihn um eine Runde mehr zu erweitern, also mit 64 Teams zu starten. „Dabei sollten aber in den Runden eins und zwei die Bundesligaklubs noch nicht aufeinandertreffen, so haben viele kleine Vereine einmal die Chance, ein großes Handballspiel zu erleben, das ist ein großer Ansporn für den Nachwuchs und eine Werbung für den Handball überhaupt“ ist Müllers Statement.
Für Herbert Müller steht Solingen-Gräfrath nicht zufällig da oben, er schätzt die Arbeit seiner Trainerkollegin Kerstin Reckenthäler, die er aus vergangener Zeit als gute Handballerin sehr gut kennt. „Wir freuen uns auf das Spiel, es wird die letzte Auswärtsfahrt vor der Weltmeisterschaft, es ist noch mal ein Gradmesser in Richtung Halle-Neustadt eine Woche später. Es gibt ein freudiges Wiedersehen mit Nele Weyh, die in Solingen den Sprung in die 2. Bundesliga geschafft hat, sagt Herbert Müller und betont, „ab heute wird sich im Training spezifisch auf das Pokalspiel vorbereitet“.

Zum Kader:
Der Kader steht wie zuletzt vor 14 Tagen, aber Johanna Reichert ist auf dem Weg zurück, steht im Aufgebot Österreichs zur Weltmeisterschaft und trainiert diese Woche mit, kann vielleicht schon mit nach Solingen fahren. Für Kim Braun und Emma Ekenman-Fernis wird die Rückkehr erst nach Weihnachten möglich werden. Zur WM reisen die Österreicherinnen Petra Blazek, Josefine Huber und Johanna Reichert mit Herbert Müller als Teamcoach, Rinca Duijndam mit den Niederlanden und Dominika Zachova für Tschechien. Alle anderen trainieren mit Helfried Müller.

Pressegespräch vor dem Spiel