Männer Landesliga

Die weiße Weste gewahrt

News
Ricardo Hausdörfer

Die Männermannschaft des Thüringer HC konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten deutlich und am Ende in der Höhe verdient mit 32:22 (17:11) gegen den HSV Sömmerda 05 durchsetzen und bleibt in der Tabelle weiter in der Spitzengruppe der Landesliga.

Die Ausgangslage

Die Ausgangsvoraussetzungen für das Spiel konnten unterschiedlicher nicht sein.
Der Saisonstart der Männermannschaft des Thüringer HC hätte besser eigentlich nicht laufen können. Auch wenn bisher nur Heimspiele zu absolvieren waren, konnte die Mannschaft um die Trainer Andrej Minevski und Ingo Irovsky bisher alle möglichen Punkte aus drei Spielen auf das eigene Punktekonto transferieren. Mit Gera und Ilmenau waren unter den Gegnern aber auch Mannschaften, die am Ende der Saison durchaus am oberen Ende der Tabelle landen könnten.

Die Gäste aus Sömmerda konnten mit ihrem Saisonstart bisher weniger zufrieden sein. Alle fünf gespielten Partien gingen bisher verloren. Auch wenn hierunter zwei Spiele waren, die mit einer Differenz von nur zwei Toren verloren wurden, wies das Punktekonto somit noch keinen Pluspunkt auf. Neben den bereits erwähnten Mannschaften aus Gera und Ilmenau waren unter den Gegnern aber auch Schnellmannshausen, bisher verlustpunktfrei, und Gispersleben, die mit nur drei Verlustpunkten ebenfalls noch den Anschluss an die Tabellenspitze halten.

Zunächst nervös, dann souverän

Im Vergleich zum letzten Spiel konnte das Trainergespann Minevski/Irovsky diesmal wieder auf einen etwas breiteren Kader bauen, da neben Marcus Tunger und Tobias Geißler auch Christian Schmidt wieder zur Verfügung stand.

Das Spiel begann in den ersten Minuten recht munter mit einem weitestgehend offenen Schlagabtausch. Die Gäste legten schnell mit 0:1 vor, mussten danach aber Gegentore bis zum 2:1 hinnehmen und konnten, allerdings zum letzten Mal, ausgleichen. Danach nahm der Thüringer HC das Heft des Handelns in die Hand und konnte ab dem 3:2, dass Sebastian Hunstock mit einem sehenswerten Kopfleger auf die Anzeigetafel brachte, zunehmend die Kontrolle über das Spiel gewinnen. Insgesamt waren auf beiden Seiten zahlreiche Unsicherheiten in den folgenden Minuten zu verzeichnen, was wohl maßgeblich auf das in der Oostkamphalle vorherrschende Klebemittelverbot zurückzuführen ist. Das Spielgerät verpasste folglich häufig den gesuchten Mitspieler und führte somit zu einem schnellen und wechselhaften Spiel, in dem Christian Schmidt beim 9:6 in der 14. Minute nach schönem Kombinationsspiel die erste 3-Tore-Führung herstellten konnte. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit kassierte man sieben Gegentreffer der Sömmerdaer – ein Umstand, den Torhüter Sebastian Vogl im zweiten Teilabschnitt so nicht noch einmal hinnehmen wollte. Mit einigen guten Paraden schaffte er es, bis zur Halbzeit nur noch vier weitere Male hinter sich greifen zu müssen. Trotz einer immer weiter wachsenden Führung gab es nur wenig spielerische Highlights. Ein Gegentreffer nach starker Einzelleistung von Marco Schade mit seiner Nicht-Wurfhand zum 16:10 in 29. Minute konnte da selbst von den Heimfans wohlwollend angeschaut werden. Mit einem 17:11 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Wechsel im Tor der Gastgeber und so durfte Florian Uehling sein Können bis zum Spielende unter Beweis stellen. Den besseren Start erwischten jedenfalls die Hausherren, die binnen zwei Minuten die ersten beiden Treffer der zweiten Spielhälfte vorlegten und auch weiterhin am Drücker blieben. So verwunderte es nicht, dass Lars Mickley nach toller Kampfleistung zum 21:12 einnetzte, Tobias Geißler in der 38. Minute dann sogar zur höchsten Führung des Spiels (23:12), dem ersten 11-Tore-Vorsprung, traf. Doch die Gäste wollten sich nicht geschlagen geben, konnten noch einmal auf einen Unterschied von acht Toren verkürzen (24:16, 46. Minute). Die Männervertretung des Thüringer HC hatte jedoch in der Folge noch einmal ein Interesse an der Klarstellung der Verhältnisse und stellte durch Marcus Baumgarten in der 52. Minute wieder zurück auf den vormaligen 11-Tore-Vorsprung (27:16). Die letzten acht Minuten des Spiels wurden dann auf beiden Seiten mit offenem Visier gespielt. Die Differenz pegelte sich bei zehn Toren ein und so blieb nach 60 gespielten Minuten mit einem 32:22 Endstand die „weiße Weste“ der Hausherren gewahrt.

Die Männer des Thüringer HC werden am kommenden Samstag zu ihrem ersten Auswärtsspiel der Saison aufbrechen. Gegner wird der Nordhäuser SV sein, welcher in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen in den direkten Aufeinandertreffen gut war.

Die Spielstatistik

Statistik:

Thüringer HC: Uehling, Vogl; Mäder, Hunstock 2, Mickley 5, Hölzer 12/5, Tunger 3, Hartmann, Schmidt 5, Baumgarten 3, Geißler 2, Gruner, Ernst.

HSV Sömmerda 05: Hölzen, Gleichmann; Schade 5, Frey 2, Weißenborn 1, Deichstetter 1/1, Grabis 2, Wolf 2, Brachmann 3, Lange 4, Grimm 2.

Zeitstrafen: 2 - 4.

Strafwürfe: 5/5 -  3/1.

Schiedsrichter: Robin Arnold/Johannes Kunze.