1. Handball Bundesliga Frauen

Den Schalter schnell umlegen

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HaJo Steinbach/Bernd Hohnstein

Nachdem Spiel ist vor dem Spiel! - die englischen Wochen lassen den THC-Frauen keine Zeit zum Verschnaufen. Mit dem Rückspiel in Trondheim wird sich die Mannschaft erst ab Mittwochabend befassen. Jetzt gilt es den Blick wieder für die Bundesliga zu schärfen.

Mit dem Buxtehuder SV erwartet der Thüringer HC in der Riethsporthalle (Mittwoch, 19:30 Uhr) eine Mannschaft, die wie der THC mit 6:2 Punkten Anschluss an das Spitzentrio hält. Tabellenvierter gegen -fünften, so lautet das Spitzenspiel des 5. Spieltages in der Handball Bundesliga der Frauen.

Rückblick:
Der Start in den EHF Cup ist mit dem Heimsieg gegen Byasen Handball Elite aus dem norwegischen Trondheim vollzogen, allerdings war es ein hartes Stück Arbeit. Im ersten EHF Cup Spiel dieser Saison, war die Abwehr das Sahnestück des THC. Immer wieder zwang sie den Gegner ins Zeitspiel und mit gut parierenden Torhüterinnen nahmen sie Byasen immer wieder die Angriffe ab. Nur im schnellen Umkehrspiel wurden vorn viele Chancen, gegen die stark haltende norwegische Torfrau Annick Lipmann, liegen gelassen. Der Sieger steht erst nach Hin- und Rückspiel fest und so erwartet am kommenden Sonntag die Mannschaft eine noch viel größere Herausforderung in Trondheim. „Der THC fährt aber nicht nach Norwegen, um den knappen vier Tore-Vorsprung zu verwalten, die Mannschaft will auch in Norwegen gewinnen“, so Herbert Müller.

Zum Spiel:
Bei allem Spaß an der Freude sich international in Europa zu messen, das Wichtigste ist immer noch die heimische Bundesliga. So mahnt Herbert Müller an, dass der THC die Punkte behalten will und sich keinen weiteren Ausrutscher leisten kann. Nach einem Tag Regeneration, bleibt nur ein Tag zur Vorbereitung, das ist das Los dieser Mittwoch – Samstag/Sonntag-Spiele. Die Gäste absolvierten ihre bisherigen Pflichtaufgaben in der Bundesliga mit Bravour und erzielten deutliche Siege. Nur gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen mussten sich die Schützlinge von Trainer Dirk Leun knapp mit 22:24 geschlagen geben. 
Der Buxtehuder SV war ebenso im EHF Cup gefordert wie die Thüringerinnen. Lange haben die Norddeutschen mit den Russinnen von Astrakhanochka mitgehalten, mussten am Ende das Heimspiel mit 25:30 abgeben. So reist der BSV mit schwieriger Ausgangslage zum Rückspiel nach Russland. Wie hoch die Trauben für die deutschen Frauenhandballmannschaften in Europa hängen, zeigt die bereits zweite Niederlage von Meister SG BBM Bietigheim in der EHF Champions League. In den anderen EHF Cup-Spielen mit deutscher Beteiligung, gab es für Leverkusen gegen DVSC Schaeffler Debrecen in Ungarn nichts zu gewinnen (35:27), nur die Tussies aus Metzingen überraschten mit einem deutlichen Heimsieg gegen Kopenhagen Handball (30:22) und haben so, wie der THC, die Chance in die nächste Qualifikationsrunde einzuziehen.
Die Spiele des Thüringer HC gegen den Buxtehuder SV sind längst Klassiker der Bundesliga, mit viel Brisanz im Kampf um die Meisterschaft. Buxtehude kann immer jeden Meisterschaftsanwärter ärgern oder zum Stolpern bringen. Seit Jahren gehören die Norddeutschen zu den Top Vereinen der Bundesliga. THC und Buxtehude haben bisher 37 Mal gegeneinander gespielt, 22 Spiele konnte der THC gewinnen, zwei endeten unentschieden, 13 Spiele wurden verloren. Die letzte Niederlage war beim 22:25 im Januar 2016 eine Heimniederlage für den Thüringer HC.

Zum Kader:
Josephine Huber bestreitet in Erfurt ihre Reha, Jovana Sazdovska fällt nach ihrer Knöchelverletzung in Neckarsulm für etwa vier Wochen aus. Alle anderen Spielerinnen sind an Deck und werden am Mittwoch spielen.