Mitteldeutscher Handball-Verband weibl. Jugend B

Bestenermittlung des MHV: THC auf Platz 3

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Ricardo Hausdörfer/Bernd Hohnstein

Mit einem 38:14 (21:7)-Erfolg sicherte sich die weibliche Jugend B des Thüringer HC im kleinen Finale gegen SV Wacker 09 Westeregeln den 3. Platz im Final4 der Bestenermittlung des Mitteldeutschen Handball Verbands. Im Halbfinale musste sich der THC gegen den Gastgeber BSV Sachsen Zwickau trotz einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit mit 25:28 (9:15) geschlagen geben.

Halbfinale: BSV Sachsen Zwickau - Thüringer HC 28:25 (15:9)

Nachdem in der vorigen Woche die Qualifikation für das MHV Final4 erreicht wurde, stand für die weibliche Jugend B des Thüringer HC der Gegner für die Halbfinalpartie fest. Der BSV Sachsen Zwickau qualifizierte sich mit einem 45:8 gegen den SV Wacker 09 Westeregeln in eigener Halle und war der Gegner, mit dem sich der THC um den Einzug in das Finale messen musste.
Die gastgebenden Zwickauerinnen hatten den Anwurf in der Begegnung und nutzten die Gelegenheit, nach 25 Sekunden zum 1:0 einzunetzen. Dem THC gelang in der Startphase nicht viel im eigenen Angriff und in der Abwehr wurde der Rückraum zu wenig gedeckt. Nach zweieinhalb gespielten Minuten betrug der Vorsprung des BSV bereits 3:0. Erst Jette Dudda verkürzte mit ihrem Treffer auf 3:1. Die Gastgeberinnen hatten zu viel Platz im Rückraum, sodass sie von dort weitere Tore bis zum 7:1 erzielen konnten. Trainer Ruben Arnold sah sich zur ersten Auszeit gezwungen, um sein Team für die kommenden Angriffe neu zu sortieren. Mit mehr Entschlossenheit kamen die Mädchen auf die Platte zurück und mehrfach setzten sie sich besser durch. Aber nicht jede Chance wurde in einen Torerfolg umgesetzt, während sich die Sächsinnen weiter wurfgewaltig aus Rückraum präsentierten. Bis zur 17. Minute verteidigten der BSV seinen Siebentorevorsprung (12:5). Pauline Curth entschärfte in dieser Phase einige Würfe auf ihr Tor. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff netzte Sidney Bätz von der Strafwurflinie ein und aus dem Rückraum verkürzte Jette Dudda zum 12:9. Damit blieb der THC auf Schlagdistanz und hielt das Spiel offen.

Bereits zum Ende der ersten Halbzeit nahmen die Gäste die Spielmacherinnenposition der Zwickauerinnen an die kurze Leine und engten den Raum somit besser ein. In der zweiten Spielhälfte entfaltete sich die ganze Wirkung dieser Maßnahme. Die jungen Thüringerinnen kamen wacher und entschlossener aus der Kabine, konnten innerhalb der ersten drei Minuten mit zwei Strafwürfen und einem Tor vom Kreis schnell auf 15:12 verkürzen. Die Zeitstrafe für Lea Liebetrau kam ungünstig und brachte den THC ins Unterzahlspiel. Mit ihrem fünften Treffer verringerte Sidney Bätz den Rückstand auf zwei Tore, ehe den Gastgeberinnen in der 32. Spielminute der erste Treffer in der 2. Halbzeit zum 16:13 gelang. Die bisherige Dominanz im Rückraum entfaltete sich bei den Sächsinnen gegen die offensiver agierende Deckung des THC nicht mehr. Mit dem 16:15 durch Merle Bogatz in der 35. Minute war das Spiel wieder offen. Eine doppelte Unterzahl des THC verhinderte nicht nur den möglichen Ausgleich, die Gastgeberinnen nutzten jetzt ihre Chancen trotz der starken Pauline Curth vermehrt und konnten in drei Minuten zum 19:15 erhöhen. Die Gäste aus Thüringen gaben nicht auf und verkürzten den Rückstand auf 19:17. Das Spiel blieb somit offen und entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch. Sehenswerte war neun Minuten vor dem Schlusspfiff der Treffer von Merle Bogatz zum 21:19: Mit einem schönen Dreher ins lange Eck hielt sie den Rückstand bei zwei Toren und wahrte die Chancen, das Spiel zu kippen. Der THC versuchte, sich durch die offensivere Deckung deutlichere Chancen zu erspielen, ließ aber immer wieder einfache Tore der Sächsinnen zu. Als beim Spielstand von 27:23 in der 48. Minute zugesprochene Strafwurf nicht verwandelt wurde und im Gegenzug das 28:23 fiel, war klar, dass es ein Finale ohne Thüringer Beteiligung werden würde. Erhobenen Hauptes, mit einer starken zweiten Halbzeit und sehenswerten Paraden der Thüringer Torhüterinnen erzielten die Gäste in der Schlussphase noch zwei Treffer. Die 25:28-Niederlage schmerzte das Team. Viel Zeit blieb nicht zum Hadern, der Schalter musste schnell auf das Spiel um den 3. Platz umgelegt werden.

Statistik:
BSV Sachsen Zwickau:
Jolene Preussler 4, Cara Herfurth 1, Leona Moritz 4/2, Lilly Ann Diener 2, Jasmin Zierold, Finia Jaz Wolf 1, Jasmina Gierga 10/2, Juliane Peter 3, Leni Hippmann, Leni Zinkler 3, Hannah Meister, Jette Wasilewski, Maja Wehner, Janine Fleischer.

Thüringer HC: Paulina Curth, Lina Bruns; Jette Dudda 4, Liliana Jakubisova, Kyara Rackwitz, Sidney Bätz 7/3, Johanne Hobbensiefken 3, Amelie Mosch, Lea Liebetrau 2, Merle Brachmann, Charlotte Gulich 2, Merle Bogatz 7/4.

Strafwürfe: 6/4 - 11/7.

Zeitstrafen: 4 - 5.

Schiedsrichter: Laura Drischmann/Vanessa Schumann.

Spiel um Platz 3: SV Wacker 09 Westeregeln - Thüringer HC 14:38 (7:21)

Im Spiel um Platz 3 trafen der SV Wacker 09 Westeregeln und der Thüringer HC aufeinander. Beide Mannschaften unterlagen jeweils den beiden Finalisten HC Leipzig und BSV Sachsen Zwickau.

Mit einem anstrengenden Spiel gegen MHV Final4-Gastgeber Zwickau in den Beinen startete der Thüringer HC in das Spiel um Platz 3. Schnell erzielten die jungen THC-Mädchen eine 2:0-Führung. Der SV Wacker 09 Westeregeln ließ sich nicht irritieren und verkürzten in der 5. Minute vom Strafwurfpunkt zum 4:3. Paulina Curth sicherte mit guten Aktionen im Tor die Führung ihrer Mannschaft, die sich bereits nach zehn Minuten eine deutliche 9:3-Führung heraus spielte. Die Abwehr des THC agierte von Beginn an offensiv und zwang die Gegnerinnen zu schnellen Abschlüssen und technischen Fehlern. Die Ballverluste der Gegnerinnen nutzten die THC-Mädchen zu erfolgreichen Tempogegenstößen. Nach einer Viertelstunde stand ein 6:14 für die Mannschaft aus Erfurt/Bad Langensalza auf der Anzeigetafel. Das Team des THC leistete sich wenige verworfene Bälle, ein wenig Glück kam dazu und so kletterte die Torausbeute stetig an. Beim 17:7 führte der THC erstmals mit zehn Toren. Der SV Wacker 09 fand keinen Zugriff auf das schnelle THC-Spiel und konnte so das Eigene nicht aufbauen. Die Thüringerinnen hielten das Tempo hoch und im Tor stand Paulina Curth sicher zwischen den Pfosten. Zur Pause führten die THC-Mädchen deutlich mit 21:7.

Bereits 20 Sekunden nach Wiederanpfiff wurde mit dem 22:7 weiter am Ausbau der Führung gearbeitet. Mit konzentrierten Angriffen gelangen in vier Minuten drei Treffer zum 25:8, bevor sich Fehler einschlichen und einige Bälle verloren gingen. Glücklicherweise dauerte die Schwächephase nur kurz an und Westeregeln gelang es nicht, die sich ergebenden Chancen besser zu verwerten. Der Vorsprung blieb bis zur 37. Minute konstant bei 17 Toren. Mit einem Zwischenspurt setzte sich der THC auf 30:11 ab. Wacker Westeregeln musste zudem für zwei Minuten in Unterzahl spielen. Die Thüringerinnen bauten den Vorsprung auf 33:11 aus (44. Minute). Beide Teams hatten an diesem Tag über 90 Minuten Handball in den Beinen, was den Spielerinnen deutlich ansehen konnte. So leistete sich der THC vereinzelte Unkonzentriertheiten, welche die Sachsen/Anhalterinnen nicht zu ihren Gunsten nutzten. Diese Phase dauerte nur kurz, bis wieder einfache Tore aus schnellen Angriffen heraus fielen. Der Vorsprung wuchs zwei Minuten vor Spielende auf 25 Tore an - 38:13. Nach einem weiteren Tor für Westeregeln gewann der Thüringer HC mit 38:14 und können sich über einen dritten Platz im MHV-Final4 freuen.

Statistik:
SV Wacker 09 Westeregeln:
Lilly Borchert, Joelle Witt 1, Jenny Stolze, Charlotte Elsner 5/2, Carolina Finkelmann, Lina Witt 4, Malin Estelle Kuhn, Vivien Schauer, Lilly-Sophie Runge, Lilly Sophie Wilke 4.

Thüringer HC: Paulina Curth, Lina Bruns; Jette Dudda 3, Lavinia Siebert 5, Liliana Jakubisova 1, Kyara Rackwitz 6/2, Vanessa Juchheim 7, Sidney Bätz 2, Johanne Hobbensiefken 1, Amelie Mosch 4/1, Lea Liebetrau 1, Merle Brachmann 1, Charlotte Gulich 6/1, Merle Bogatz 1.

Strafwürfe: 2/2 - 4/4.

Zeitstrafen: 3 - 0.

Schiedsrichter: Frank Becker/Sven Seltmann.