Mitteldeutsche Oberliga weibl. Jugend B

B-Jugend schafft die Überraschung nicht

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Ruben Arnold/Roman Knabe

Im ersten Finalspiel der Mitteldeutschen Meisterschaft der weiblichen Jugend B unterlag die Mannschaft des Thüringer HC dem HC Leipzig mit 21:27 (9:14). Die meisten Treffer in der Partie erzielten Lara Seidel (12) und Antonia Herzig (6) für Leipzig – Nele Weih (7) und Arwen Rühl (6) trafen für den THC am besten.

185 Zuschauer hatten den Weg in die Salzahalle gefunden, viele um das junge Thüringer Team anzufeuern. Die Gäste hatten ein erfahrenes Team am Start - sieben Mädchen des Jahrgangs 2002 bildeten das stabile Korsett der Mannschaft. Die Partie verlief anfangs auf Augenhöhe – nach zehn Minuten lagen die Gäste erstmals mit 7:5 in Führung, der Abstand blieb erhalten und erst kurz vor der Halbzeitpause gelang den Leipzigerinnen die deutlichere 14:9 Pausenführung.
Der Abstand blieb auch bis zur 35.Minute erhalten – dann kam die stärkste Phase der Thüringerinnen. In der 42.Minute war der THC heran. Dana Krömer, der ihr Trainer eine starke Entwicklung im Angriffsspiel bescheinigte, traf unter dem Jubel der THC-Fans und Eltern auf dem Rang zum 20:21. Erst in den letzten Spielminuten setzten sich die Gäste dann schließlich durch und konnten das Spiel mit 27:21 gewinnen. Sie nehmen damit ein dickes Polster für das Rückspiel am 17.3. in Leipzig mit.

Trainer Ruben Arnold zog ein positives Fazit:“Meine Mädels haben sich super weiter entwickelt – es macht Spaß täglich mit ihnen im athletischen, technischen und taktischen Bereich zu arbeiten. Leider müssen wir seit Wochen mit Ausfällen kämpfen und bekommen so keine Konstanz ins Spiel. Emily Hagedorn braucht nach ihrer Verletzung noch etwa vier Wochen, um wieder ins Training und Spiel einzusteigen. Ein herber Schock für die Mannschaft war die Diagnose „Kreuzbandriss“ bei Lucy Gündel, den sie sich einen Tag vor dem Spiel beim Einsatz in der 3. Liga zuzog. Wir wünschen Lucy alles Gute und werden sie bei allen Schwierigkeiten der nächsten Zeit unterstützen. Arwen Rühl muss nach diesem Spiel für einige Wochen pausieren. Trotz extremer Rückenschmerzen hat sie sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt. Jetzt wird sie ein persönliches Reha-Programm absolvieren, bei André Kirschner und seinem Team von der Physiotherapie im Rieth, dem wir dafür sehr dankbar sind.“

Ein weiterer Dank des Trainers geht an den Fan-Club „Rote Wand“, der wieder in bester Qualität den Versorgungsservice in der Halle übernommen hatte. In der Gesamteinschätzung der Mannschaft fiel die hohe Bereitschaft und Leidenschaft in der Abwehrarbeit besonders auf. Lange Zeit wurde den Leipzigerinnen der Weg zum Tor sehr schwer gemacht – Greta Köster im Tor konnte einige Hundertprozenter halten. Das Spiel war über größere Strecken auf Augenhöhe – Ruben Arnold beklagte, dass „fast alle 50/50% Entscheidungen durch die Schiedsrichter gegen uns ausgelegt wurden.“ Die Strafwurfentscheidungen: HCL 11 und THC 2 stimmen zumindest nachdenklich.
Obwohl im Angriff teilweise noch zu viele technische Fehler gemacht wurden, lobte der Trainer den Kampfeswillen und die Einstellung seiner Mädchen, die eine gute Basis für die kommenden Spiele der deutschen Jugend-Meisterschaft darstellen. Da sollte auch das Final-Rückspiel nur eine Zwischenstation sein, um weiter an den Stärken zu arbeiten und die Reserven aufzudecken.


Das weitere Programm der Deutschen Meisterschaft:

Qualifikation: Thüringer HC vs. HSG WÜRM Mitte oder ESV Regensburg
Achtelfinale    Thüringer HC vs VFL Gummersbach
Achtelfinale    VFL Gummersbach vs. Thüringer HC 
Viertelfinale   Ostsee Spree  oder Westfalen vs. Thüringer HC
Viertelfinale   Thüringer HC vs. Ostsee Spree oder Westfalen 

Der Sieger des Viertelfinals erreicht das Final4.