EHF Cup

Ziel: Nächste Runde im EHF Cup

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HaJo Steinbach

Der THC steckt inmitten ereignisreicher englischer Wochen. Nach einem überlegen gewonnenen Spitzenspiel in der Bundesliga geht es am Wochenende im EHF Cup weiter.

„Im Rückspiel in Trondheim will der THC nicht etwa den knappen Vorsprung von vier Toren verwalten, sondern dort gewinnen“, sagt Herbert Müller. Darüber nachzudenken, dass ein eventuelles Ausscheiden aus dem EHF Cup droht, daran verschwendet der Trainer keine Zeit und verliert darüber keine Worte. „Das Weiterkommen in die 3. Runde des EHF Cups ist das Ziel.“

Rückblick:
Der Start in den EHF Cup war mit dem Heimsieg gegen Byasen Handball Elite nach Herbert Müller zufriedenstellend, mehr nicht. „Es hätten gern ein paar Tore mehr sein können, so aber gibt uns das Ergebnis mit vier Toren plus noch nicht die eigentlich gewünschte Sicherheit“, sagt Müller, um dann optimistisch fortzufahren: „In Trondheim wollen wir aber ebenso gewinnen, um so sicher in die 3. Runde des EHF Cups einzuziehen.“. Umso erfreulicher war der rundum perfekte Auftritt des Teams im gestrigen Bundesligaspiel gegen den Buxtehuder SV. Die Mannschaft spielte eine super erste Halbzeit mit sicherer, aggressiver, gut aufgestellter Abwehr und einer glänzend aufgelegten Torhüterin. Ann-Cathrin Giegerich, warf zudem ihr erstes Tor für den Thüringer HC. Sein Lob betrifft das gesamte Team, ohne gleichzeitig das sichtlich verbesserte Spiel auf den Außenpositionen besonders zu erwähnen. Das gilt auch für den Mittelblock mit Alicia Stolle und Beate Scheffknecht, wodurch die Deckungskonstanz sichtlich verbessert wurde. So konnte Herbert Müller in Halbzeit zwei viel probieren und testen. Er konnte allen Spielerinnen, bis auf Mikaela Mässing und Marie Davidsen, längere Spielanteile einräumen. Die beiden werden in Norwegen wieder stärker zum Einsatz kommen. Langsam steigert sich in Erfurt auch die Zuschauerzahl in einen neuen Rekordbereich für Heimspiele, denn die Salzahalle war mit 1100 Zuschauern ausverkauft, gestern waren schon 1101 dabei. Zum guten Gelingen beigetragen hat der Auftritt unseres Sponsors ALLIANZ, die Trikotverlosung und die Verlosung von zwei Eintrittskarten in die Münchener Allianz-Arena zum Top-Spiel in der Fußball Bundesliga FC Bayern München gegen RB Leipzig. Weitere gemeinsame Projekte für eine lange Partnerschaft sind in Planung. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Iveta Koresova mit ihren neun Toren nun 1256 Tore in Pflichtspielen für den THC, der Bundesliga, im DHB-Pokal, im Supercup, in der EHF Champions League und im EHF Cup, erzielt hat. Damit löst sie Katrin Engel (1251 Tore) als neue Rekord-Torschützin aller Zeiten ab. Insgesamt war ein gelungener Handballabend, der durch den sich daran anschließenden Mannschaftsabend abgerundet wurde. So sah die heutige Pressekonferenz einen rundum zufriedenen Trainer, der ein wenig müde war, weil er sich noch mitten in der Nacht das Bundesligaspiel des VfL Oldenburg gegen die SG BBM Bietigheim angesehen hat. Der Bietigheimer Punktverlust kam für ihn sehr überraschend.

Zum Spiel:
105 Spiele bestritt der Thüringer HC bereits in Vereinswettbewerben der Europäischen Handball Föderation. Zehn Spiele 2008/09 bis zu den gegen Circles Nimes verlorenen Finalspielen im EHF Challenge Cup. Sechs Spiele in der Saison 2012/13 im EHF Cup Winners Cup, wobei der THC im Halbfinale Hypo Niederösterreich unterlag und in acht Jahren EHF Champions League, 88 Spiele einschließlich zweier Qualifikationsspiele. Nach dem Ersten ist das Rückspiel schon wieder das wichtigste im EHF Cup. Der Sieger steht erst nach Hin- und Rückspiel fest. Am kommenden Sonntag in Trondheim erwartet die Mannschaft die bisher wichtigste Herausforderung der Saison, um weiter im internationalen Geschehen präsent sein zu können.
Die Mannschaft fliegt am Samstag von Berlin nach Norwegen und absolviert am Abend noch ein Abschlusstraining. Heute war "nur" Regeneration angesagt. Die Physiotherapeuten hatten ein paar Wunden zu heilen. Ina Großmann hat sich den Ellenbogen geprellt, Meike Schmelzer war hart im Gesicht getroffen worden. Individuell bringen die Mädels sich wieder in Form, ob beim Wald- oder Ausdauerlauf, auf dem Fahrrad, im Warmwasserbecken oder in der Sauna der Sportreha. Jede wie sie es braucht und wie es ihr guttut. Da bleibt für Freitag nur Zeit für das Videostudium und eine Taktikeinheit.
In Norwegen erwartet das Team ein heißes Spiel bei frostigen Temperaturen, meint Herbert Müller. Byasen will eine Runde weiterkommen, genau wie der Thüringer HC. Es wird mit Sicherheit spannend, Mut und Zuversicht machen die letztjährigen Auswärtsauftritte in der Champions League. In Györ, in Budapest und in Bukarest, zeigte der THC seine besten CL-Spiele, und der Auswärtssieg gegen Podravka Vegeta in Koprivnica war ebenso überzeugend. Deshalb sieht Herbert Müller dem Spiel entspannt und zuversichtlich entgegen.

Zum Kader:
Josefine Huber bestreitet in Erfurt ihre Reha, Jovana Sazdovska fällt nach ihrer Knöchelverletzung noch drei bis vier Wochen aus. Mia Biltoft wird in Leipzig bleiben, sie kann wegen ihrer kleinen Tochter die dreitägige Auswärtsfahrt nicht mit antreten. Alle anderen werden ihre Blessuren bis dahin ausgeheilt haben und sind dabei.
 

Pressegespräch vor dem Spiel