Thüringen ist im Handballfieber
Die Meister-Handballerinnen des Thüringer HC biegen am Samstag auf die Zielgerade ihrer Mission Titelverteidigung ein. Beim Finalhinspiel in Buxtehude. Die Männer des ThSV Eisenach wollen gegen Hamm im Aufstiegsrennen bleiben.
Erfurt. Thüringen ist im Handballfieber. Während die Frauen des Thüringer HC erneut das Finale um die deutsche Meisterschaft bestreiten, besitzen die Männer des ThSV Eisenach noch eine kleine Chance auf den Bundesliga-Aufstieg.
Erfurt. Thüringen ist im Handballfieber. Während die Frauen des Thüringer HC erneut das Finale um die deutsche Meisterschaft bestreiten, besitzen die Männer des ThSV Eisenach noch eine kleine Chance auf den Bundesliga-Aufstieg.
"Ich glaube, wenn wir erneut den Titel holen, brechen alle Dämme", hat THC-Trainer Herbert Müller den Eindruck, dass das Umfeld noch euphorischer als im Vorjahr ist. "Wir hätten die Salzahalle am 19. Mai drei Mal ausverkaufen können", berichtet er. Bereits zwei Stunden vor Beginn des Vorverkaufs hätte eine riesige Schlange vor der Salzahalle gestanden. "Ein Spaßvogel meinte, wir sollten nach Leipzig ausweichen."
Im Ernst: Nach dem Spiel gegen Leverkusen waren alle in der Mannschaft überzeugt, dass sie zum Finalhinspiel planmäßig nach Leipzig reisen. "Die Mädels meinten sogar, dass ihnen Leipzig besser liegt. Nun ist es eben Buxtehude geworden", nehmen es Herbert Müller und die Seinen, so wie es ist.
Der sensationelle Rückspiel-Sieg der Rand-Hamburgerinnen, die gegen den HCL acht Tore aufholten, sagt viel über deren Klasse. "Die sagen sich sicherlich, wer Leipzig wegfegt, kann auch den THC wegfegen", mutmaßt der THC-Coach. Dennoch wollen seine Spielerinnen beide Partien gewinnen. Die erste findet am Samstag in Buxtehude statt, wo sich die Thüringerinnen der Unterstützung von gut 100 Fans gewiss sein können. Anwurf ist um 16 Uhr.
"Wer in einem Finale steht, gibt sich nicht mit dem Vizemeistertitel zufrieden", erklärt Herbert Müller, der Buxtehudes Stärke in der Kompaktheit sieht. "Anders als Leipzig, wo man sich gegen zwei, drei Stars etwas einfallen lassen muss, gibt es in dieser Mannschaft viele, die ein Spiel maßgeblich beeinflussen können."
Vor Jahresfrist standen sich beide Teams ebenfalls im Finale gegenüber. Den THC-Fans ist das entscheidende Rückspiel in der Salzahalle noch gut in Erinnerung, in das der THC mit einem Fünf-Tore-Polster ging und dann bis zur letzten Sekunde um den Titel zittern musste. "Die Mädels haben nach dem Leverkusen-Spiel gesagt, dass ihnen der Ein-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel geholfen hat, weil sie besonders motiviert waren", sagt der Trainer. Natürlich könne man daraus keine Rückschlüsse ableiten, was eine gute Ausgangsposition ist. "Ich wäre ja bescheuert, würde ich mir ein minus eins wünschen."
Mit hohen Erwartungen kommen morgen, 19.30 Uhr, auch die Zuschauer in Eisenachs Werner-Aßmann-Halle. Der gastgebende ThSV ist trotz der 22:29-Pleite in Rostock mit 39:29-Zählern nur drei Punkte von Rang drei, der zum Bundesliga-Aufstieg berechtigt, entfernt. Um den Traum auch in den letzten drei Spielen leben zu können, muss am Samstag ein Sieg gegen den ASV Hamm-Westfalen - ebenfalls mit Aufstiegshoffnungen (38:30) - her.
"Die Mannschaft wird alles geben, um an die Leistung vom Heimspiel gegen Erlangen anzuknüpfen", verspricht Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Mit dem möglichen Sprung in die Beletage des Handballs beschäftigt er sich aber nicht: "Mit solch einer Leistung wie in Rostock sollten wir diese Vision zur Seite legen", bleibt er Realist.
Die Wartburgstädter müssen noch nach Emsdetten und Potsdam reisen und empfangen zwischendurch den schon feststehenden Aufsteiger Tusem Essen.
Leider muss der ThSV Eisenach beim Saisonfinale ausgerechnet auf seine Leistungsträger Tomas Sklenak und Girts Lilienfelds verzichten. Und im Gedränge um den Aufstieg - sieben Mannschaften besitzen noch ein Chance - kann man auch schnell bis auf Rang neun (derzeit Nordhorn mit 38:30 Punkten) abrutschen. Immerhin hätten die Eisenacher damit ihr etwas lasches Saisonziel (Platz 9 bis 12) erreicht.
Das Spiel des ThSV Eisenach gegen Hamm können Sie sich am Sonnabend ab 19.30 Uhr Uhr über einen Live-Stream auf unserer Seite ansehen.
Jörg Tharan / 11.05.12
Mehr: Thüringer Allgemeine
Im Ernst: Nach dem Spiel gegen Leverkusen waren alle in der Mannschaft überzeugt, dass sie zum Finalhinspiel planmäßig nach Leipzig reisen. "Die Mädels meinten sogar, dass ihnen Leipzig besser liegt. Nun ist es eben Buxtehude geworden", nehmen es Herbert Müller und die Seinen, so wie es ist.
Der sensationelle Rückspiel-Sieg der Rand-Hamburgerinnen, die gegen den HCL acht Tore aufholten, sagt viel über deren Klasse. "Die sagen sich sicherlich, wer Leipzig wegfegt, kann auch den THC wegfegen", mutmaßt der THC-Coach. Dennoch wollen seine Spielerinnen beide Partien gewinnen. Die erste findet am Samstag in Buxtehude statt, wo sich die Thüringerinnen der Unterstützung von gut 100 Fans gewiss sein können. Anwurf ist um 16 Uhr.
"Wer in einem Finale steht, gibt sich nicht mit dem Vizemeistertitel zufrieden", erklärt Herbert Müller, der Buxtehudes Stärke in der Kompaktheit sieht. "Anders als Leipzig, wo man sich gegen zwei, drei Stars etwas einfallen lassen muss, gibt es in dieser Mannschaft viele, die ein Spiel maßgeblich beeinflussen können."
Vor Jahresfrist standen sich beide Teams ebenfalls im Finale gegenüber. Den THC-Fans ist das entscheidende Rückspiel in der Salzahalle noch gut in Erinnerung, in das der THC mit einem Fünf-Tore-Polster ging und dann bis zur letzten Sekunde um den Titel zittern musste. "Die Mädels haben nach dem Leverkusen-Spiel gesagt, dass ihnen der Ein-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel geholfen hat, weil sie besonders motiviert waren", sagt der Trainer. Natürlich könne man daraus keine Rückschlüsse ableiten, was eine gute Ausgangsposition ist. "Ich wäre ja bescheuert, würde ich mir ein minus eins wünschen."
Mit hohen Erwartungen kommen morgen, 19.30 Uhr, auch die Zuschauer in Eisenachs Werner-Aßmann-Halle. Der gastgebende ThSV ist trotz der 22:29-Pleite in Rostock mit 39:29-Zählern nur drei Punkte von Rang drei, der zum Bundesliga-Aufstieg berechtigt, entfernt. Um den Traum auch in den letzten drei Spielen leben zu können, muss am Samstag ein Sieg gegen den ASV Hamm-Westfalen - ebenfalls mit Aufstiegshoffnungen (38:30) - her.
"Die Mannschaft wird alles geben, um an die Leistung vom Heimspiel gegen Erlangen anzuknüpfen", verspricht Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Mit dem möglichen Sprung in die Beletage des Handballs beschäftigt er sich aber nicht: "Mit solch einer Leistung wie in Rostock sollten wir diese Vision zur Seite legen", bleibt er Realist.
Die Wartburgstädter müssen noch nach Emsdetten und Potsdam reisen und empfangen zwischendurch den schon feststehenden Aufsteiger Tusem Essen.
Leider muss der ThSV Eisenach beim Saisonfinale ausgerechnet auf seine Leistungsträger Tomas Sklenak und Girts Lilienfelds verzichten. Und im Gedränge um den Aufstieg - sieben Mannschaften besitzen noch ein Chance - kann man auch schnell bis auf Rang neun (derzeit Nordhorn mit 38:30 Punkten) abrutschen. Immerhin hätten die Eisenacher damit ihr etwas lasches Saisonziel (Platz 9 bis 12) erreicht.
Das Spiel des ThSV Eisenach gegen Hamm können Sie sich am Sonnabend ab 19.30 Uhr Uhr über einen Live-Stream auf unserer Seite ansehen.
Jörg Tharan / 11.05.12
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