Als Tabellenführer ins neue Jahr
In einem schnellen und bis zur 45. Minute ausgeglichenen Spiel mit einer relativ hohen Fehlerqoute auf beiden Seiten besiegte der Thüringer HC den Frankfurter HC mit 30:26 (16:15). Dem Tabellenführer gelang es, auch das Fehlen von Danick Snelder auf der zentralen Abwehrposition durch mannschaftliche Geschlossenheit zu kompensieren. Die meisten Treffer der Partie erzielten mit je elf Toren Franziska Mietzner (FHC, 11/7) und Katrin Engel (THC - 11/5).
Von Axel Lukacsek - Thüringische Landeszeitung
Bad Langensalza. Am Vorabend des Silvestertages haben die Handball-Frauen vom Thüringer HC in der zweiten Halbzeit den Turbo gezündet und mit dem 30:26 (16:15) gegen den Frankfurter HC im ersten Spiel nach der WM-Pause die Tabellenspitze der Bundesliga behauptet. "Wir haben nach dem Wechsel viel besser in der Abwehr gestanden. Jetzt sind wir nur noch glücklich, dass wir mit einem Sieg dieses grandiose Jahr beendet haben", sagte THC-Spielführerin Kerstin Wohlbold völlig erschöpft und war damit beispielgebend für die bis zur letzten Sekunde kämpfende Mannschaft.
Im ersten Spiel ohne die am Sprunggelenk verletzte Danick Snelder übernahm zunächst THC-Spielführerin Wohlbold deren Rolle am Kreis und stand dabei der 1,92 Meter langen und damit 23 Zentimeter größeren Nationalspielerin Franziska Mietzner gegenüber. Die entscheidenden Akzente kamen in der ersten Halbzeit aber aus der Aufbaureihe. Weder die lange Verletzungspause zu Saisonbeginn noch das enttäuschende Abschneiden bei der WM schienen dabei Nadja Nadgornaja zu beeindrucken. Aus dem Rückraum sorgte die 23-Jährige für viel Druck und setzte gleich nach 70 Sekunden mit dem ersten Tor ein Achtungszeichen. Dennoch erwies sich der Frankfurter HC wie erwartet als der Gegner auf Augenhöhe, auch wenn Mietzner nicht nur optisch in der Abwehr, sondern auch im Angriff aus ihrer Mannschaft herausragte.
In der Offensive erwies sich neben Nadgornaja einmal mehr Katrin Engel als wichtige Stütze, die auch die Strafwürfe sicher verwandelte und mit dem 14:11 vom Siebenmeterpunkt den Vorsprung ihrer Mannschaft auf drei Treffer schraubte (26.). Als Mietzner mit der Schlusssekunde der ersten Hälfte zum 16:15-Anschluss traf, war allerdings schnell klar, dass in der zweiten Hälfte eine Tempoverschärfung notwendig sein würde, um den Gegner zu bezwingen.
Und so kam es dann auch: Den besseren Start hatten zunächst jedoch die Gäste, als Mietzner gleich doppelt traf und Frankfurt/Oder plötzlich mit 18:16 vorn lag (34.). Doch der Thüringer HC demonstrierte beeindruckend seine Stärke. Erst verkürzte Idalina Borges Mesquita, dann hielt die nach ihrer Verschnaufpause in der ersten Hälfte nun zwischen die Pfosten zurückgekehrte Maike März einen Wurf und setzte ein wichtiges Achtungszeichen. Wie befreit spielten die THC-Frauen nun auf, erzielten fünf Treffer in Folge und waren beim 21:18 durch Katrin Engel endgültig in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mit einem Knaller aus dem Rückraum traf schließlich Nadgornaja zum 26:21 (49.) und ließ damit ihre Mannschaft beruhigt dem Silvestertag entgegensehen.
Stimmen nach dem Spiel:
Dietmar Schmidt (FHC): Wir waren 45 Minuten im Spiel. Am Ende blieb der THC verdienter Sieger, weil er unsere vielen technischen Fehler konsequent bestraft hat. Am kämpferischen Einsatz meiner Mannschaft hat es heute auf keinen Fall gelegen.
Herbert Müller (THC): Ich bin mit der Angriffsleistung ganz zufrieden. In der Deckung hatten wir dafür größere Probleme und konnten uns erst in der zweiten Hälfte auf den Frankfurter Angriffsdruck besser einstellen. Nadja Nadgornaja ein Kompliment. Nach der langen Verletzungspause hat sie erstmalig begonnen und war in der ersten Hälfte enorm treffsicher. Ein weiteres Kompliment an die Spielerinnen, die heute auf mehreren ungewohnten Positionen spielen mussten und sich dabei gut geschlagen haben.
Statistik:
Thüringer HC:
Dinah Eckerle, Maike März; Nadja Nadgornaja(8), Katrin Schröder, Ulrike Jahn, Nadja Bolze, Nora Reiche (2), Willemijn Karsten (1), Petra Popluharova (3), Katrin Engel (11/5), Dagmar Stuparicova (1), Idalina Borges-Mesquita (3), Kerstin Wohlbold (1).
Frankfurter HC:
Melanie Herrmann, Mandy Burrekers; Annika Nega, Franziska Mietzner (11/7), Susann Schneider (5), Janine Wegner, Lisa-Marie Preis, Kira Eickhoff (3), Friederike Gubernatis (3), Anja Schneidemann, Jessy Kramer (1), Christine Beier (3), Nele Kurzke.
Zeitstrafen: 1 - 3.
Siebenmeter: 5/5 - 7/7.
Schiedsrichter: Christian Moles/Lutz Pittner (Heddesheim/Hemsbach).
Zuschauer: 1100 (ausverkauft).
Bad Langensalza. Am Vorabend des Silvestertages haben die Handball-Frauen vom Thüringer HC in der zweiten Halbzeit den Turbo gezündet und mit dem 30:26 (16:15) gegen den Frankfurter HC im ersten Spiel nach der WM-Pause die Tabellenspitze der Bundesliga behauptet. "Wir haben nach dem Wechsel viel besser in der Abwehr gestanden. Jetzt sind wir nur noch glücklich, dass wir mit einem Sieg dieses grandiose Jahr beendet haben", sagte THC-Spielführerin Kerstin Wohlbold völlig erschöpft und war damit beispielgebend für die bis zur letzten Sekunde kämpfende Mannschaft.
Im ersten Spiel ohne die am Sprunggelenk verletzte Danick Snelder übernahm zunächst THC-Spielführerin Wohlbold deren Rolle am Kreis und stand dabei der 1,92 Meter langen und damit 23 Zentimeter größeren Nationalspielerin Franziska Mietzner gegenüber. Die entscheidenden Akzente kamen in der ersten Halbzeit aber aus der Aufbaureihe. Weder die lange Verletzungspause zu Saisonbeginn noch das enttäuschende Abschneiden bei der WM schienen dabei Nadja Nadgornaja zu beeindrucken. Aus dem Rückraum sorgte die 23-Jährige für viel Druck und setzte gleich nach 70 Sekunden mit dem ersten Tor ein Achtungszeichen. Dennoch erwies sich der Frankfurter HC wie erwartet als der Gegner auf Augenhöhe, auch wenn Mietzner nicht nur optisch in der Abwehr, sondern auch im Angriff aus ihrer Mannschaft herausragte.
In der Offensive erwies sich neben Nadgornaja einmal mehr Katrin Engel als wichtige Stütze, die auch die Strafwürfe sicher verwandelte und mit dem 14:11 vom Siebenmeterpunkt den Vorsprung ihrer Mannschaft auf drei Treffer schraubte (26.). Als Mietzner mit der Schlusssekunde der ersten Hälfte zum 16:15-Anschluss traf, war allerdings schnell klar, dass in der zweiten Hälfte eine Tempoverschärfung notwendig sein würde, um den Gegner zu bezwingen.
Und so kam es dann auch: Den besseren Start hatten zunächst jedoch die Gäste, als Mietzner gleich doppelt traf und Frankfurt/Oder plötzlich mit 18:16 vorn lag (34.). Doch der Thüringer HC demonstrierte beeindruckend seine Stärke. Erst verkürzte Idalina Borges Mesquita, dann hielt die nach ihrer Verschnaufpause in der ersten Hälfte nun zwischen die Pfosten zurückgekehrte Maike März einen Wurf und setzte ein wichtiges Achtungszeichen. Wie befreit spielten die THC-Frauen nun auf, erzielten fünf Treffer in Folge und waren beim 21:18 durch Katrin Engel endgültig in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mit einem Knaller aus dem Rückraum traf schließlich Nadgornaja zum 26:21 (49.) und ließ damit ihre Mannschaft beruhigt dem Silvestertag entgegensehen.
Stimmen nach dem Spiel:
Dietmar Schmidt (FHC): Wir waren 45 Minuten im Spiel. Am Ende blieb der THC verdienter Sieger, weil er unsere vielen technischen Fehler konsequent bestraft hat. Am kämpferischen Einsatz meiner Mannschaft hat es heute auf keinen Fall gelegen.
Herbert Müller (THC): Ich bin mit der Angriffsleistung ganz zufrieden. In der Deckung hatten wir dafür größere Probleme und konnten uns erst in der zweiten Hälfte auf den Frankfurter Angriffsdruck besser einstellen. Nadja Nadgornaja ein Kompliment. Nach der langen Verletzungspause hat sie erstmalig begonnen und war in der ersten Hälfte enorm treffsicher. Ein weiteres Kompliment an die Spielerinnen, die heute auf mehreren ungewohnten Positionen spielen mussten und sich dabei gut geschlagen haben.
Statistik:
Thüringer HC:
Dinah Eckerle, Maike März; Nadja Nadgornaja(8), Katrin Schröder, Ulrike Jahn, Nadja Bolze, Nora Reiche (2), Willemijn Karsten (1), Petra Popluharova (3), Katrin Engel (11/5), Dagmar Stuparicova (1), Idalina Borges-Mesquita (3), Kerstin Wohlbold (1).
Frankfurter HC:
Melanie Herrmann, Mandy Burrekers; Annika Nega, Franziska Mietzner (11/7), Susann Schneider (5), Janine Wegner, Lisa-Marie Preis, Kira Eickhoff (3), Friederike Gubernatis (3), Anja Schneidemann, Jessy Kramer (1), Christine Beier (3), Nele Kurzke.
Zeitstrafen: 1 - 3.
Siebenmeter: 5/5 - 7/7.
Schiedsrichter: Christian Moles/Lutz Pittner (Heddesheim/Hemsbach).
Zuschauer: 1100 (ausverkauft).