Speer ohne Spitze
TLZ-Redakteur Axel Lukacsek über die Niederlage der THC-Damen gegen Buducnost und die schwere Verletzung von Shenia Minevskaja.
Der blaue Untergrund in der Riethsporthalle war so stumpf wie ein Speer ohne Spitze. Damit man beim Thüringer HC jetzt nicht schwarz sehen muss, ist der Verein gefordert, eine neue Spielerin zu verpflichten. Die Niederlage zur Premiere in der Champions League wäre für die Handball- Frauen aus Erfurt und Bad Langensalza kein Grund zum Jammern gewesen. Aber die schwere Verletzung von Shenia Minevskaja, die am Hallenboden regelrecht hängen blieb und sich so das Knie verdrehte, ist sportlich ein schwerer Rückschlag.
Zuerst vor allem für die erst 18 Jahre alte Spielerin selbst. Das Talent bekam in dieser Saison bislang so viele Spielanteile wie noch nie in der 1. Bundesliga. Trainer Herbert Müller schenkte ihr zuletzt stets das Vertrauen, sogar dann, als selbst mal ein Siebenmeter in den Armen der Torhüterin landete. Der Weg in die Bundesliga ist - sollte sich die Diagnose Kreuzbandriss heute bestätigen - zumindest vorerst jäh gestoppt. Das ist viel bitterer als jede sportliche Niederlage.
Axel Lukacsek / 04.10.11
www.tlz.de
Zuerst vor allem für die erst 18 Jahre alte Spielerin selbst. Das Talent bekam in dieser Saison bislang so viele Spielanteile wie noch nie in der 1. Bundesliga. Trainer Herbert Müller schenkte ihr zuletzt stets das Vertrauen, sogar dann, als selbst mal ein Siebenmeter in den Armen der Torhüterin landete. Der Weg in die Bundesliga ist - sollte sich die Diagnose Kreuzbandriss heute bestätigen - zumindest vorerst jäh gestoppt. Das ist viel bitterer als jede sportliche Niederlage.
Axel Lukacsek / 04.10.11
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