Letztes Aufgebot schnell auf der Verliererstraße
TLZ vom 04.02.2010
Buxtehude/Erfurt. (tlz) Die negative Serie geht weiter: Ohne fünf Leistungsträgerinnen haben die Handball-Frauen vom Thüringer HC in der Bundesliga die vierte Niederlage in Folge kassiert. Beim Meisterschafts-Dritten der vergangenen Saison, dem Buxtehuder SV, war die Mannschaft um Trainer Dago Leukefeld beim 27:35 (11:20) schon in der ersten Halbzeit auf die Verliererstraße geraten. "In der ersten Halbzeit haben wir eine Leistung gezeigt, die auch in der 2. Liga nicht gereicht hätte. Aber nach dem Wechsel haben wir uns nicht aufgegeben", schätzte Leukefeld ein.
So leer war die Bank der Thüringerinnen schon lange nicht mehr: Während auf dem Feld sieben Spielerinnen nach Kräften kämpften, standen eine Feldspielerin und eine Torhüterin als Alternative bereit. Schon nach acht Minuten waren die THC-Frauen im Prinzip überrumpelt, als Buxtehude mit 6:0 führte. Erst Alexandra Uhlig, die für die am Finger verletzte Franziska Garcia-Almendaris am Kreis spielte, beendete mit dem 1:6 nach genau 8:20 Minuten die Thüringer Torflaute. Zuvor hatte Trainer Leukefeld eine Auszeit genommen. An der Übermacht der Gastgeberinnen änderte das aber nichts. In der 23. Minute gelang dem Vizemeister von 2003 zum ersten Mal eine Zehn-Tore-Führung (17:7), obwohl der Thüringer HC in Überzahl agierte. Von der Überlegenheit wie im Hinspiel, als man noch mit 32:23 triumphiert hatte, war angesichts der personellen Misere nichts zu spüren. Da auf der Bank kaum Alternativen saßen, blieb dem Thüringer HC nichts anderes übrig, als sich mit kämpferischen Mitteln gegen die deutliche Niederlage zu stemmen. Die Mannschaft zeigte Charakter.
Das zahlte sich nach dem Seitenwechsel aus. Als Natascha Kocevska gleich doppelt traf und Ulrike Jahn sowie Petra Starcek, die auf der linken Seite Nationalspielerin Nadine Härdter vertrat, nachlegten, war der Rückstand auf 17:23 (38.) geschmolzen. Den Kontrahenten ernsthaft gefährden konnte der Thüringer HC aber freilich nicht. Buxtehude agierte in der Offensive äußerst konzentriert und behauptete damit den in der ersten Halbzeit herausgespielten Vorsprung. Kocevska traf erneut, verkürzte auf 25:32 und hielt die Niederlage damit in Grenzen.
Dass man die zweite Halbzeit sogar ein Tor besser war als der Gegner, war dennoch nur ein schwacher Trost. Zumindest kann die Mannschaft nun durchatmen: Das nächste Pflichtspiel steht erst am 13. Februar mit dem Pokal-Achtelfinale in Blomberg auf dem Programm.
Thüringer HC: März, Stockhorst - Kocevska (3), Kneer (1), Knytlova (3/2), Bohm (4), Jahn (7/4), Uhlig (6), Starcek (3).
Siebenmeter: Buxtehude 6/5, Thüringer HC 7/6. Zeitstrafen: Buxtehude 4 Minuten, Thüringer HC 2 Minuten. Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg). Zu.: 1000.
03.02.2010 Von Axel Lukacsek
www.tlz.de
Das zahlte sich nach dem Seitenwechsel aus. Als Natascha Kocevska gleich doppelt traf und Ulrike Jahn sowie Petra Starcek, die auf der linken Seite Nationalspielerin Nadine Härdter vertrat, nachlegten, war der Rückstand auf 17:23 (38.) geschmolzen. Den Kontrahenten ernsthaft gefährden konnte der Thüringer HC aber freilich nicht. Buxtehude agierte in der Offensive äußerst konzentriert und behauptete damit den in der ersten Halbzeit herausgespielten Vorsprung. Kocevska traf erneut, verkürzte auf 25:32 und hielt die Niederlage damit in Grenzen.
Dass man die zweite Halbzeit sogar ein Tor besser war als der Gegner, war dennoch nur ein schwacher Trost. Zumindest kann die Mannschaft nun durchatmen: Das nächste Pflichtspiel steht erst am 13. Februar mit dem Pokal-Achtelfinale in Blomberg auf dem Programm.
Thüringer HC: März, Stockhorst - Kocevska (3), Kneer (1), Knytlova (3/2), Bohm (4), Jahn (7/4), Uhlig (6), Starcek (3).
Siebenmeter: Buxtehude 6/5, Thüringer HC 7/6. Zeitstrafen: Buxtehude 4 Minuten, Thüringer HC 2 Minuten. Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg). Zu.: 1000.
03.02.2010 Von Axel Lukacsek
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