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Leukefeld maßlos enttäuscht

TA vom 04.02.2010

Nach gut zehn Minuten war die Sache eigentlich geklärt. Nach einem miserablen Start unterlag der Thüringer HC am Ende in Buxtehude klar mit 27:35 (11:20).




BUXTHEHUDE/ERFURT. Ohne Lucie Fabíkovà, Stefanie Subke, Julia Jurack und nun auch noch Nadine Härdter sowie Franziska Garcia-Almendaris hatte der THC beim Tabellenfünften nichts zu bestellen. Obwohl Torhüterin Maike März einen Siebenmeter parierte und einen Konter gegen Randy Bülau vereitelte, lagen die Schützlinge von Dago Leukefeld schnell deutlich zurück (0:6/8.). Erst nachdem der Trainer die Grüne Karte für die Auszeit zückte, gelang durch Alexandra Uhlig das erste Tor. Doch Buxtehude ließ sich den erarbeiteten Vorsprung nicht mehr nehmen.

"Einige Spielerinnen waren zu Beginn gar nicht auf dem Feld", schimpfte der THC-Coach nach Spielschluss. "Mit dem Kopf waren sie wer weiß wo, nur nicht bei ihrem Job." Die Defensive hätte bis auf ein paar Ausnahmen nicht gestanden. "Das war körperloses Spiel", war Dago Leukefeld enttäuscht. Mittlerweile wundert ihn aber nichts mehr. "Wenn mehrere Spielerinnen wie Bohm oder Knytlova während der Busfahrt von einer rumänischen Nummer angerufen werden, ist der Verein auf einem guten Weg", meinte er sarkastisch. Fünfeinhalb Jahre Arbeit würden hier mit Füßen getreten.

Kurz nach Pause lagen die Thüringerinnen schon mit zehn Toren (11:21/31.) in Rückstand, doch die "THC-Rumpftruppe" kämpfte zumindest um eine Resultatsverbesserung. Das 17:23 (38.) nach drei Treffern in Folge hörte sich schon freundlicher an. Doch bei den Gästen machte sich dann der Kräfteverschleiß bemerkbar. Anders bei den Norddeutschen, bei denen statt drei sieben Spielerinnen auf der Wechselbank saßen und die wieder davon ziehen konnten (30:21/47.). "Das noch relativ gute Endergebnis ist aber nicht der eigenen Stärke zu verdanken, sondern der Tatsache, dass Buxtehude sich vor dem Europacup-Spiel schonte", bilanzierte Dago Leukefeld, der als Coach bei Bundesligist Sindelfingen im Gespräch ist. Sindelfingen hatte am Wochenende seinen Coach entlassen.

03.02.2010 Von Jörg THARAN und Maik SCHENK
www.thueringer-allgemeine.de
 
Bernd Hohnstein
erstellt am 04.02.2010

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